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Federal Act of October 5, 2007, on Geoinformation (status as of October 1, 2009), Switzerland

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Details Details Year of Version 2009 Dates Entry into force: July 1, 2008 Adopted: October 5, 2007 Type of Text IP-related Laws Subject Matter Copyright and Related Rights (Neighboring Rights), Other

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Bundesgesetz über Geoinformation (Geoinformationsgesetz, GeoIG)

vom 5. Oktober 2007 (Stand am 1. Oktober 2009)

Die Bundesversammlung der Schweizerischen Eidgenossenschaft, gestützt auf die Artikel 60 Absatz 1, 63, 64, 75a und 122 Absatz 1 der Bundesverfassung1, nach Einsicht in die Botschaft des Bundesrates vom 6. September 20062, beschliesst:

1. Kapitel: Allgemeine Bestimmungen

Art. 1 Zweck Dieses Gesetz bezweckt, dass Geodaten über das Gebiet der Schweizerischen Eid- genossenschaft den Behörden von Bund, Kantonen und Gemeinden sowie der Wirt- schaft, der Gesellschaft und der Wissenschaft für eine breite Nutzung, nachhaltig, aktuell, rasch, einfach, in der erforderlichen Qualität und zu angemessenen Kosten zur Verfügung stehen.

Art. 2 Geltungsbereich 1 Dieses Gesetz gilt für die Geobasisdaten des Bundesrechts. 2 Es gilt für andere Geodaten des Bundes, soweit das übrige Bundesrecht nichts anderes vorschreibt. 3 Die Vorschriften für Geodaten gelten sinngemäss auch für geologische Daten des Bundes. 4 Das dritte, vierte und fünfte Kapitel gehen abweichenden Vorschriften in anderen Bundesgesetzen vor.

Art. 3 Begriffe 1 In diesem Gesetz bedeuten:

a. Geodaten: raumbezogene Daten, die mit einem bestimmten Zeitbezug die Ausdehnung und Eigenschaften bestimmter Räume und Objekte beschrei- ben, insbesondere deren Lage, Beschaffenheit, Nutzung und Rechtsverhält- nisse;

AS 2008 2793 1 SR 101 2 BBl 2006 7817

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b. Geoinformationen: raumbezogene Informationen, die durch die Verknüp- fung von Geodaten gewonnen werden;

c. Geobasisdaten: Geodaten, die auf einem rechtsetzenden Erlass des Bundes, eines Kantons oder einer Gemeinde beruhen;

d. eigentümerverbindliche Geobasisdaten: Geobasisdaten, die alle an einem Grundstück berechtigten Personen rechtlich binden;

e. behördenverbindliche Geobasisdaten: Geobasisdaten, die für Behörden des Bundes, der Kantone und der Gemeinden bei der Erfüllung ihrer öffentlichen Aufgaben rechtlich verbindlich sind;

f. Georeferenzdaten: Geobasisdaten, die für weitere Geodaten als geometri- sche Grundlage dienen;

g. Geometadaten: formale Beschreibungen der Merkmale von Geodaten, bei- spielsweise von Herkunft, Inhalt, Struktur, Gültigkeit, Aktualität, Genauig- keit, Nutzungsrechten, Zugriffsmöglichkeiten oder Bearbeitungsmethoden;

h. Geodatenmodelle: Abbildungen der Wirklichkeit, welche Struktur und In- halt von Geodaten systemunabhängig festlegen;

i. Darstellungsmodelle: Beschreibungen grafischer Darstellungen zur Veran- schaulichung von Geodaten (z.B. in Form von Karten und Plänen);

j. Geodienste: vernetzbare Anwendungen, welche die Nutzung von elektroni- schen Dienstleistungen im Bereich der Geodaten vereinfachen und Geodaten in strukturierter Form zugänglich machen.

2 Der Bundesrat kann in diesem Gesetz verwendete Begriffe näher ausführen und gestützt auf neue Erkenntnisse in Wissenschaft und Technik sowie in Anlehnung an die internationale Entwicklung anpassen.

2. Kapitel: Grundsätze 1. Abschnitt: Qualitative und technische Anforderungen

Art. 4 Harmonisierung 1 Die qualitativen und technischen Anforderungen an Geodaten und Geometadaten sind so festzulegen, dass ein einfacher Austausch und eine breite Nutzung möglich sind. 2 International oder national anerkannte Normen für Geodaten und Geometadaten sind in den Ausführungsvorschriften des Geoinformationsrechts soweit möglich und fachlich sinnvoll zu berücksichtigen.

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Art. 5 Geobasisdaten des Bundesrechts 1 Der Bundesrat legt in einem Katalog die Geobasisdaten des Bundesrechts fest. 2 Er erlässt Vorschriften über die qualitativen und technischen Anforderungen an Geobasisdaten des Bundesrechts, insbesondere über:

a. die geodätischen Bezugssysteme und Bezugsrahmen; b. die Geodatenmodelle; c. die Darstellungsmodelle; d den Detaillierungsgrad; e. die Qualität; f. das Erheben und Nachführen; g. den Austausch; h. die räumliche Abgrenzung.

3 Er kann das Bundesamt für Landestopografie oder das fachlich zuständige Amt ermächtigen, technische Vorschriften für Geobasisdaten des Bundesrechts zu erlas- sen und fachliche Empfehlungen abzugeben.

Art. 6 Geometadaten 1 Der Bundesrat erlässt Vorschriften über die qualitativen und technischen Anforde- rungen an Geometadaten, die sich auf Geobasisdaten beziehen, insbesondere über:

a. den Inhalt; b. die Datenmodelle; c. den Detaillierungsgrad; d. die Qualität; e. das Erheben und Nachführen; f. den Austausch.

2 Er kann das Bundesamt für Landestopografie oder das fachlich zuständige Amt ermächtigen, technische Vorschriften für Geometadaten zu erlassen und fachliche Empfehlungen abzugeben.

Art. 7 Geografische Namen 1 Der Bundesrat erlässt Vorschriften zur Koordination der Namen von Gemeinden, Ortschaften und Strassen. Er regelt die übrigen geografischen Namen, die Zustän- digkeiten und das Verfahren sowie die Kostentragung. 2 Der Bundesrat entscheidet in letzter Instanz über Streitigkeiten aus der Anwendung von Absatz 1.

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2. Abschnitt: Erheben, Nachführen und Verwalten

Art. 8 Zuständigkeit, Methodenfreiheit 1 Die Gesetzgebung bezeichnet die Stellen, die für das Erheben, Nachführen und Verwalten der Geobasisdaten zuständig sind. Fehlen entsprechende Vorschriften, so liegt die Zuständigkeit bei der Fachstelle des Bundes oder des Kantons, die für den Sachbereich zuständig ist, auf den sich die Geobasisdaten beziehen. 2 Beim Erheben und Nachführen von Geobasisdaten sind Doppelspurigkeiten zu vermeiden. 3 Für das Erheben und Nachführen von Geobasisdaten besteht Methodenfreiheit, sofern die Vergleichbarkeit der Ergebnisse gewährleistet ist.

Art. 9 Gewährleistung der Verfügbarkeit 1 Die für das Erheben, Nachführen und Verwalten der Geobasisdaten zuständige Stelle gewährleistet deren nachhaltige Verfügbarkeit. 2 Der Bundesrat regelt für Geobasisdaten des Bundesrechts:

a. die Art und Weise der Archivierung; b. die Art und Periodizität der Historisierung.

3. Abschnitt: Zugang und Nutzung

Art. 10 Grundsatz Geobasisdaten des Bundesrechts sind öffentlich zugänglich und können von jeder Person genutzt werden, sofern keine überwiegenden öffentlichen oder privaten Interessen entgegenstehen.

Art. 11 Datenschutz Die Artikel 1–11, 16–25, 27, 33, 36 und 37 des Bundesgesetzes vom 19. Juni 19923 über den Datenschutz finden auf alle Geobasisdaten des Bundesrechts Anwendung. Vorbehalten bleiben abweichende Vorschriften nach den Artikeln 12 Absatz 2 Buchstabe c, 14 Absätze 1 und 2 sowie 32 Absatz 2 Buchstabe d des vorliegenden Gesetzes.

Art. 12 Nutzung 1 Die für das Erheben, Nachführen und Verwalten der Geobasisdaten zuständige Stelle kann den Zugang zu Geobasisdaten des Bundesrechts sowie deren Nutzung und Weitergabe von einer Einwilligung abhängig machen. Die Einwilligung wird erteilt durch:

3 SR 235.1

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a. Verfügung; b. Vertrag; c. organisatorische oder technische Zugangskontrollen.

2 Der Bundesrat erlässt nähere Vorschriften über: a. die zulässige Nutzung und Weitergabe; b. die Grundzüge des Verfahrens zur Gewährung von Zugang und Nutzung; c. die Pflichten der Nutzerinnen und Nutzer, namentlich hinsichtlich des Zu-

gangs und des Datenschutzes bei der Nutzung und Weitergabe der Daten; d. das Anbringen von Quellenangaben und Warnhinweisen; e. die Ausnahmen vom Erfordernis der Einwilligung.

Art. 13 Geodienste 1 Der Bundesrat bestimmt die Geodienste von nationalem Interesse und legt deren Mindestbestand fest. 2 Er erlässt für diese Geodienste Vorschriften über die qualitativen und technischen Anforderungen im Hinblick auf eine optimale Vernetzung. 3 Er regelt die sachbereichsübergreifenden Geodienste. 4 Er kann vorschreiben, dass bestimmte Geobasisdaten des Bundesrechts allein oder in Verbindung mit anderen Daten im Abrufverfahren oder auf andere Weise in elektronischer Form zugänglich gemacht werden. 5 Die für das Erheben, Nachführen und Verwalten der Geobasisdaten zuständige Stelle ist für den Aufbau und Betrieb dieser Geodienste zuständig.

Art. 14 Austausch unter Behörden 1 Die Behörden des Bundes und der Kantone gewähren sich gegenseitig einfachen und direkten Zugang zu Geobasisdaten. 2 Der Bundesrat regelt die Einzelheiten des Austausches von Geobasisdaten des Bundesrechts. 3 Der Austausch wird pauschal abgegolten. Bund und Kantone regeln die Modalitä- ten und die Bemessung der Ausgleichszahlungen in einem öffentlich-rechtlichen Vertrag.

Art. 15 Gebühren 1 Bund und Kantone können für den Zugang zu Geobasisdaten und deren Nutzung Gebühren erheben. 2 Sie harmonisieren die Grundsätze der Tarifierung für Geobasisdaten des Bundes- rechts und für die Geodienste von nationalem Interesse.

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3 Der Bundesrat regelt die Gebühren für den Zugang zu den Geobasisdaten des Bundes und für deren Nutzung sowie für die Nutzung der Geodienste des Bundes. Die Gebühren setzen sich zusammen aus:

a. bei Nutzung zum Eigengebrauch: höchstens den Grenzkosten und einem an- gemessenen Beitrag an die Infrastruktur;

b. bei gewerblicher Nutzung: den Grenzkosten und einem der Nutzung ange- messenen Beitrag an die Infrastruktur sowie an die Investitions- und Nach- führungskosten.

4. Abschnitt: Kataster der öffentlich-rechtlichen Eigentumsbeschränkungen

Art. 16 Gegenstand und Form 1 Gegenstand des Katasters sind öffentlich-rechtliche Eigentumsbeschränkungen, die nach den Vorschriften des Zivilgesetzbuchs (ZGB)4 nicht im Grundbuch angemerkt werden. 2 Der Bundesrat legt fest, welche Geobasisdaten des Bundesrechts Gegenstand des Katasters sind. 3 Die Kantone können zusätzliche eigentümerverbindliche Geobasisdaten bezeich- nen, die zum Bestand des Katasters gehören. 4 Der Kataster wird im Abrufverfahren oder auf andere Weise in elektronischer Form zugänglich gemacht. 5 Der Bundesrat legt die Mindestanforderungen an den Kataster hinsichtlich Organi- sation, Führung, Datenharmonisierung, Datenqualität, Methoden und Verfahren fest.

Art. 17 Rechtswirkung Der Inhalt des Katasters gilt als bekannt.

Art. 18 Haftung Die Haftung für die Führung des Katasters richtet sich nach Artikel 955 des ZGB5.

5. Abschnitt: Gewerbliche Leistungen des Bundes

Art. 19 1 Der Bundesrat kann Stellen der Bundesverwaltung ermächtigen, zur Erfüllung besonderer Kundenwünsche Geodaten und weitere Leistungen im Bereich der Geo- information gewerblich anzubieten.

4 SR 210 5 SR 210

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2 Das Angebot an gewerblichen Leistungen muss in einem engen Zusammenhang mit der Aufgabe der ermächtigten Stelle stehen und darf deren Erfüllung nicht beeinträchtigen. 3 Die ermächtigte Stelle bietet die gewerblichen Leistungen auf privatrechtlicher Basis an. Sie setzt den Preis nach den Bedingungen des Marktes fest und gibt die Ansätze bekannt. Die gewerblichen Leistungen müssen insgesamt mindestens kos- tendeckend erbracht und dürfen nicht mit Erträgen aus dem Grundangebot der Stelle vergünstigt werden.

6. Abschnitt: Unterstützungs- und Duldungspflichten

Art. 20 Unterstützung bei der Erhebung und Nachführung 1 Die an Grund und Boden berechtigten Personen sind verpflichtet, die im Auftrag des Bundes und der Kantone handelnden Amtspersonen und beauftragte Dritte beim Erheben und Nachführen von Geobasisdaten zu unterstützen. Insbesondere müssen sie diesen Amtspersonen:

a. Zutritt zu privaten Grundstücken gewähren; b. auf Anmeldung hin innert nützlicher Frist Zutritt zu Gebäuden gewähren; c. für die Dauer des Erhebens und Nachführens das Anbringen von technischen

Hilfsmitteln auf Grundstücken und an Gebäuden gestatten; d. auf Anmeldung hin innert nützlicher Frist Einsicht in private und amtliche

Daten und Unterlagen gewähren. 2 Die Amtspersonen und die beauftragten Dritten können nötigenfalls die örtliche Amts- und Vollzugshilfe in Anspruch nehmen. 3 Wer das Erheben und Nachführen von Geobasisdaten widerrechtlich behindert, trägt den entstehenden Mehraufwand.

Art. 21 Schutz von Grenz- und Vermessungszeichen 1 Die an Grund und Boden berechtigten Personen sind verpflichtet, das vorüber- gehende oder dauernde Anbringen von Grenz- und Vermessungszeichen auf Grund- stücken und an Gebäuden ohne Entschädigung zu dulden. 2 Grenz- und Vermessungszeichen können im Grundbuch angemerkt werden. 3 Wer Grenz- und Vermessungszeichen widerrechtlich versetzt, entfernt oder be- schädigt, trägt die Kosten für deren Ersatz und für die Folgeschäden.

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3. Kapitel: Landesvermessung

Art. 22 Aufgabe 1 Die Landesvermessung stellt Georeferenzdaten des Bundes für zivile und militäri- sche Zwecke zur Verfügung. 2 Die Aufgabe umfasst insbesondere:

a. die Definition der geodätischen Bezugssysteme und das Erstellen, Nachfüh- ren und Verwalten der Bezugsrahmen;

b. das Vermarken und Vermessen der Landesgrenze; c. das Erheben, Nachführen und Verwalten der topografischen Informationen

für nationale Landschaftsmodelle; d. das Bereitstellen des Landeskartenwerks.

3 Der Bundesrat regelt die Zuständigkeiten, die Organisation, das Verfahren und die Methoden.

Art. 23 Räumliche Abdeckung 1 Die Landesvermessung deckt das ganze Gebiet der Schweizerischen Eidgenossen- schaft ab. 2 Soweit notwendig, werden auch Georeferenzdaten über das grenznahe Ausland erhoben.

Art. 24 Festlegung der Landesgrenze 1 Der Bundesrat kann völkerrechtliche Verträge mit dem Ausland über die Fest- legung der Landesgrenze selbstständig abschliessen, sofern diese nur Grenzbereini- gungen oder andere geringfügige Gebietsveränderungen betreffen. 2 Er erlässt Vorschriften über das Verfahren, namentlich über die Mitwirkung der betroffenen Kantone und Gemeinden.

Art. 25 Landeskartenwerk 1 Das Landeskartenwerk ist Teil der Georeferenzdaten des Bundes. 2 Der Bundesrat regelt die Herstellung, die Veröffentlichung sowie die zivile und militärische Nutzung des Landeskartenwerks. 3 Die Urheberrechte, die bei der Herstellung, Bearbeitung und Nachführung des Landeskartenwerks entstehen, gehören dem Bund.

Art. 26 Nationale Atlanten, thematische Kartenwerke von nationalem Interesse

Der Bundesrat kann die Herstellung nationaler Atlanten und vergleichbarer themati- scher Kartenwerke von nationalem Interesse als Bundesaufgabe bezeichnen.

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4. Kapitel: Landesgeologie

Art. 27 Aufgabe 1 Die Landesgeologie stellt geologische Daten und Informationen für die Bundes- verwaltung und für Dritte zur Verfügung. 2 Die Aufgabe umfasst insbesondere:

a. die geologische Landesaufnahme; b. das Bereitstellen geologischer Daten von nationalem Interesse; c. die Beratung und Unterstützung der Bundesverwaltung in geologischen Fra-

gen; d. die Archivierung geologischer Daten; e. die Koordination der geologischen Aktivitäten auf Bundesebene.

3 Der Bundesrat regelt die Zuständigkeiten, die Organisation, das Verfahren und die Methoden.

Art. 28 Räumliche Abdeckung 1 Die Landesgeologie deckt das ganze Gebiet der Schweizerischen Eidgenossen- schaft ab. 2 Soweit notwendig, werden auch geologische Daten über das grenznahe Ausland erhoben.

5. Kapitel: Amtliche Vermessung

Art. 29 Aufgabe 1 Die amtliche Vermessung stellt die Verfügbarkeit der eigentümerverbindlichen Georeferenzdaten und der beschreibenden Informationen der Grundstücke sicher. 2 Die Aufgabe umfasst insbesondere:

a. das Verdichten der geodätischen Bezugsrahmen; b. das Vermarken und Vermessen der Kantons-, Bezirks- und Gemeindegren-

zen; c. das Vermarken und Vermessen der Grundstücksgrenzen; d. das Erheben, Nachführen und Verwalten der topografischen Informationen

über die Grundstücke; e. das Bereitstellen des Plans für das Grundbuch.

3 Der Bundesrat regelt die Grundzüge der amtlichen Vermessung, insbesondere: a. das Vermarken und Vermessen der Grundstücksgrenzen; b. die Mindestanforderungen an die kantonale Organisation;

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c. die Oberleitung und Oberaufsicht des Bundes; d. die sachliche Abgrenzung zu den übrigen Geobasisdaten.

Art. 30 Räumliche Abdeckung Die amtliche Vermessung deckt das ganze Gebiet der Schweizerischen Eidgenos- senschaft ab.

Art. 31 Planung und Umsetzung 1 Der Bundesrat legt die mittel- und langfristige Planung der amtlichen Vermessung fest. 2 Die Umsetzung erfolgt auf der Grundlage von mehrjährigen Programmvereinba- rungen zwischen der Eidgenössischen Vermessungsdirektion und den zuständigen Stellen der Kantone. 3 Der Bundesrat kann Vorschriften über den Inhalt und über das Verfahren zum Abschluss der Programmvereinbarungen erlassen.

Art. 32 Genehmigung 1 Die amtliche Vermessung muss von der zuständigen kantonalen Stelle genehmigt werden. 2 Der Bundesrat erlässt Vorschriften über die Grundzüge des Verfahrens, insbeson- dere über:

a. die Daten und Pläne, die Gegenstand der Genehmigung sind; b. die Voraussetzungen für die Genehmigung; c. die Mitwirkung von Stellen des Bundes; d. die öffentliche Auflage; e. die Verfahrensrechte der an Grund und Boden berechtigten Personen.

Art. 33 Beglaubigte Auszüge 1 Jede Person kann von den vom Kanton als zuständig bezeichneten Stellen beglau- bigte Auszüge aus der amtlichen Vermessung ausstellen lassen. 2 Für das Ausstellen beglaubigter Auszüge kann eine Gebühr erhoben werden. 3 Der Bundesrat erlässt Vorschriften über die Grundzüge des Verfahrens, insbeson- dere über:

a. den Inhalt und die Struktur der beglaubigten Auszüge; b. das Ausstellen von beglaubigten Auszügen in elektronischer Form; c. die Grundsätze der Tarifierung der Gebühren.

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6. Kapitel: Organisation 1. Abschnitt: Zuständigkeit und Zusammenarbeit

Art. 34 Aufgabenteilung zwischen Bund und Kantonen 1 Der Bund ist zuständig für:

a. die Landesvermessung; b. die Landesgeologie; c. die strategische Ausrichtung und die Oberleitung der amtlichen Vermes-

sung; d. die Oberaufsicht über die amtliche Vermessung; e. die strategische Ausrichtung des Katasters der öffentlich-rechtlichen Eigen-

tumsbeschränkungen; f. die Oberaufsicht über den Kataster der öffentlich-rechtlichen Eigentums-

beschränkungen; g. die Koordination und Harmonisierung im Bereich der Geobasisdaten des

Bundesrechts und der Geodienste von nationalem Interesse. 2 Die Kantone sind zuständig für:

a. die Durchführung der amtlichen Vermessung; b. die Führung des Katasters der öffentlich-rechtlichen Eigentumsbeschränkun-

gen. 3 Erfüllt ein Kanton seine Aufgaben nicht zeitgerecht oder qualitativ ungenügend, so kann der Bundesrat nach dessen Ermahnung und Anhörung die Ersatzvornahme anordnen.

Art. 35 Mitwirkung der Kantone und Anhörung der Organisationen Bei der Vorbereitung von rechtsetzenden Erlassen des Bundes im Geltungsbereich dieses Gesetzes, welche die Zuständigkeit und die Interessen der Kantone, der Gemeinden und der Partnerorganisationen betreffen, stellt der Bund die Mitwirkung der Kantone und die Anhörung der Partnerorganisationen auf geeignete Weise sicher.

Art. 36 Internationale Zusammenarbeit 1 Der Bund fördert in Zusammenarbeit mit anderen Staaten die Koordination, Har- monisierung und Standardisierung im Bereich der Geoinformation. 2 Er ist zuständig für die Zusammenarbeit mit anderen Staaten im Bereich der Geo- basisdaten des Bundesrechts.

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3 Die Kantone können in ihrem Zuständigkeitsbereich direkt mit den regionalen und örtlichen Stellen des grenznahen Auslands zusammenarbeiten, insbesondere Geo- daten austauschen und das Erheben, Nachführen und Verwalten von Geodaten koordinieren.

2. Abschnitt: Finanzierung

Art. 37 Aufgaben in der Zuständigkeit des Bundes Die Finanzierung der Aufgaben nach Artikel 34 Absatz 1 erfolgt durch den Bund.

Art. 38 Amtliche Vermessung 1 Bund und Kantone finanzieren die amtliche Vermessung gemeinsam. Die Bundes- versammlung regelt die Einzelheiten in einer Verordnung. Diese bildet die Grund- lage für die in Programmvereinbarungen festgelegten Globalbeiträge des Bundes. 2 Die Kosten der Nachführung der amtlichen Vermessung trägt die natürliche oder juristische Person, die sie verursacht, sofern sie bestimmbar ist. 3 Die Kantone tragen die Kosten, die weder durch Globalbeiträge des Bundes noch durch Gebühren gedeckt sind. Sie können bestimmen, wer sich an diesen restlichen Kosten zu beteiligen hat. 4 Der Bund finanziert die Ersatzvornahme (Art. 34 Abs. 3). Er fordert beim säumi- gen Kanton die Kosten ein, die nach Abzug der vereinbarten Globalbeiträge verblei- ben.

Art. 39 Kataster der öffentlich-rechtlichen Eigentumsbeschränkungen 1 Bund und Kantone finanzieren den Kataster der öffentlich-rechtlichen Eigentums- beschränkungen gemeinsam. Der Bund gewährt den Kantonen Globalbeiträge auf der Grundlage von mehrjährigen Programmvereinbarungen zwischen dem Eid- genössischen Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport und den Kantonen. 2 Die Kosten der Eintragung und Nachführung einer Eigentumsbeschränkung trägt die Stelle, die diese beschliesst. 3 Der Bund finanziert die Ersatzvornahme (Art. 34 Abs. 3). Er fordert beim säumi- gen Kanton die Kosten ein, die nach Abzug der vereinbarten Globalbeiträge verblei- ben.

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3. Abschnitt: Bildung und Forschung

Art. 40 Förderung der Ausbildung 1 Bund und Kantone fördern die Ausbildung im Bereich der Geoinformation. 2 Sie sorgen dafür, dass die Bildungsgänge und Abschlüsse auf allen Stufen dem Stand von Wissenschaft und Technik entsprechen.

Art. 41 Ingenieur-Geometerinnen und Ingenieur-Geometer 1 Zur selbstständigen Ausführung von Arbeiten der amtlichen Vermessung ist be- rechtigt, wer das eidgenössische Staatsexamen erfolgreich bestanden hat und im Register der Ingenieur-Geometerinnen und Ingenieur-Geometer eingetragen ist. 2 Eine aus Vertreterinnen und Vertretern des Bundes, der Kantone und der Berufs- organisationen zusammengesetzte Behörde des Bundes:

a. führt das Staatsexamen durch; b. führt das Register und erteilt oder verweigert das Patent; c. übt die Disziplinaraufsicht über die im Register eingetragenen Personen aus.

3 Der Bundesrat erlässt nähere Vorschriften über: a. die zur Erlangung des Patentes notwendige Ausbildung; b. die fachlichen und persönlichen Voraussetzungen für die Eintragung; c. die Registerführung und die Patenterteilung; d. die Zusammensetzung, Ernennung und Organisation der Behörde; e. die Zuständigkeiten der Behörde und der Verwaltung; f. die Löschung aus dem Register und andere Disziplinarmassnahmen; g. die Berufspflichten der im Register eingetragenen Personen; h. die Finanzierung des Staatsexamens, der Registerführung und der übrigen

Tätigkeiten der Behörde.

Art. 42 Förderung der Forschung Bund und Kantone fördern die Forschung im Bereich der Geoinformation.

7. Kapitel: Schlussbestimmungen

Art. 43 Evaluation 1 Der Bundesrat überprüft innerhalb von sechs Jahren nach Einführung des Katasters über öffentlich-rechtliche Eigentumsbeschränkungen dessen Notwendigkeit, Zweck- mässigkeit, Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit.

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2 Er erstattet der Bundesversammlung Bericht und macht darin Vorschläge für notwendige Änderungen.

Art. 44 Aufhebung und Änderung bisherigen Rechts Die Aufhebung und die Änderung bisherigen Rechts werden im Anhang geregelt.

Art. 45 Koordination mit der NFA Tritt das Bundesgesetz vom 6. Oktober 20066 über die Schaffung und Änderung von Erlassen zur Neugestaltung des Finanzausgleichs und der Aufgabenteilung zwischen Bund und Kantonen (NFA) gleichzeitig oder nach dem vorliegenden Gesetz in Kraft, so wird Ziffer II/1 der NFA-Vorlage (Art. 39 SchlT ZGB7) gegenstandslos.

Art. 46 Übergangsbestimmungen 1 Der Bundesrat kann während zwölf Jahren ab Inkrafttreten dieses Gesetzes die Gebühren in Abweichung von Artikel 15 Absatz 3 regeln. 2 Er legt den Zeitplan für die Einführung des Katasters der öffentlich-rechtlichen Eigentumsbeschränkungen fest. 3 Wer im Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Gesetzes nach Bundesrecht zur selbst- ständigen Ausführung von Arbeiten der amtlichen Vermessung berechtigt ist, behält diese Berechtigung. Der Bundesrat erlässt Vorschriften für die Übergangszeit bis zur Eintragung in das Register der Ingenieur-Geometerinnen und Ingenieur-Geometer. 4 Die Kantone passen ihre Gesetzgebung über die Geoinformation innert drei Jahren nach Inkrafttreten dieses Gesetzes an. Während einer vom Bundesrat festgelegten Übergangszeit müssen sie die von ihnen verwalteten Geobasisdaten des Bundes- rechts nur dann an die qualitativen und technischen Anforderungen im Sinne der Artikel 5 und 6 anpassen, wenn:

a. Völkerrecht oder Bundesrecht dies zwingend vorschreibt; b. es sich um Daten handelt, deren Rechtsgrundlage mit oder nach dem Inkraft-

treten dieses Gesetzes geschaffen wird; c. sie die Daten neu erheben; d. sie die Datenverwaltung auf neue technisch-organisatorische Grundlagen

stellen (Datenbank, Hardware oder Software), welche die Hemmnisse für ei- ne Anpassung beseitigen.

6 AS 2007 5779. Die NFA-Vorlage trat am 1. Jan. 2008 in Kraft. 7 SR 210

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Art. 47 Referendum und Inkrafttreten 1 Dieses Gesetz untersteht dem fakultativen Referendum. 2 Die Artikel 1618, 34 Absatz 1 Buchstaben e und f sowie 39 werden vom Bundes- rat mit der Verordnung vom 2. September 20098 über die öffentlich-rechtlichen Eigentumsbeschränkungen in Kraft gesetzt. Der Bundesrat bestimmt das Inkrafttre- ten der übrigen Bestimmungen.

Datum des Inkrafttretens: 1. Juli 20089

Artikel 16–18, 34 Absatz 1 Buchstaben e und f sowie 39: 1. Oktober 200910

8 SR 510.622.4 9 BRB vom 21. Mai 2008 10 V vom 2. Sept. 2009 (AS 2009 4721).

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Anhang (Art. 44)

Aufhebung und Änderung bisherigen Rechts

I

Das Bundesgesetz vom 21. Juni 193511 über die Erstellung neuer Landeskarten wird aufgehoben.

II

...12

11 [BS 5 665; AS 1977 2249 Ziff. I 131] 12 Die Änderung kann unter AS 2008 2793 konsultiert werden.

1

English is not an official language of the Swiss Confederation. This translation is provided for information purposes only and has no legal force.

Federal Act on Geoinformation (Geoinformation Act, GeoIA)

of 5 October 2007 (Status as on 1 October 2009)

The Federal Assembly of the Swiss Confederation, based on Article 60 paragraph 1, 63, 64, 75a and 122 paragraph 1 of the Federal Constitution1, and having considered the Federal Council Dispatch dated 6 September 20062, decrees:

Chapter 1: General Provisions

Art. 1 Aim This Act has the aim of ensuring that geodata relating to the territory of the Swiss Confederation is made available for general use to the authorities of the Confedera- tion, the cantons and communes, the private sector, the public and to academic and scientific institutions in a sustainable, up-to-date, rapid and easy manner, in the required quality and at a reasonable cost.

Art. 2 Scope 1 This Act is valid for official geodata under federal legislation. 2 It is valid for other federal geodata provided its use is not regulated by other feder- al legislation. 3 The regulations for geodata apply by analogy to federal geological data. 4 The Third, Fourth and Fifth Chapters hereof shall take priority over divergent provisions of other federal acts.

Art. 3 Terms and definitions 1 In this Act:

a. geodata means geospatial data that is related in time to the dimensions and characteristics of certain spaces and objects and in particular their position, nature, use and legal relationships;

AS 2008 2793 1 SR 101 2 BBl 2006 7817

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b. geoinformation means geospatial information obtained through combina- tions of geodata;

c. official geodata means geodata that is based on a legislative enactment of the Confederation, a canton or a commune;

d. official geodata of proprietary nature means official geodata that binds by law all persons with a legal interest in a particular land parcel;

e. official geodata binding public authorities means official geodata that is le- gally binding for federal, cantonal or communal authorities in the execution of their public duties;

f. geospatial reference data means official geodata which serves as the geo- metric basis for other geodata;

g. geospatial metadata means formal descriptions of the characteristics of geo- data describing, for example, the origin, content, structure, validity, up-to- dateness, accuracy, rights of use, access or methods of processing;

h. geodata models means descriptions of reality determining the structure and content of geodata independent from the used hard- and software systems;

i. presentation models means descriptions of graphical presentations for the visualization of geodata e.g. in the form of maps and plans;

k. geodata services means network applications which facilitate and simplify the use of electronic services for geodata and allow access to structured geo- data.

2 The Federal Council may expand the definitions of the terms used in this Act and amend them in accordance with the latest scientific and technical findings and international usage.

Chapter 2: Principles Section 1: Qualitative and Technical Requirements

Art. 4 Harmonisation 1 The qualitative and technical requirements for geodata and geospatial metadata must be defined in such a way as to enable the simple exchange and wide use of the data. 2 The implementing regulations for geoinformation legislation must take account of internationally or nationally recognized standards for geodata and geospatial metadata provided that this is possible and technically expedient.

Art. 5 Official geodata under federal legislation 1 The Federal Council shall define the official geodata under federal legislation in a catalogue.

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2 It shall issue regulations on the qualitative and technical requirements for official geodata under federal legislation and in particular on:

a. the geodetic origin and projection framework; b. the relevant geodata model; c. the presentation model; d the degree of detail; e. data quality; f. data collection and updating; g. data exchange; h. spatial delimitations.

3 It may authorise the Federal Office of Topography or the technically competent office to issue technical regulations and specialist recommendations concerning the official geodata under federal legislation.

Art. 6 Geospatial metadata 1 The Federal Council shall issue regulations on the qualitative and technical re- quirements for geospatial metadata that is based on official geodata, and in particular on:

a. the content; b. the relevant data model; c. the degree of detail; d. data quality; e. data collection and updating; f. data exchange.

2 It may authorise the Federal Office of Topography or the technically competent office to issue technical regulations and specialist recommendations concerning the relevant geospatial metadata.

Art. 7 Geographical names 1 The Federal Council shall issue regulations on the coordination of names of com- munes, communities and streets. It shall regulate other geographical names, respon- sibilities and the procedure as well as the allocation of costs. 2 The Federal Council shall rule as final instance on disputes arising from the appli- cation of paragraph 1 above.

Organisation and Administration

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Section 2: Collection, Updating and Management

Art. 8 Responsibility, freedom of method 1 The legislation shall identify the authorities responsible for the collection, updating and management of the relevant official geodata. In the absence of specific regula- tions, this responsibility is that of the specialist authority at federal or cantonal level responsible for the specialist field to which this official geodata relates. 2 Duplication of work must be avoided during collection and updating of official geodata. 3 The method of collection and updating of official geodata may be chosen freely, provided that the results are of equal quality.

Art. 9 Guarantee of availability 1 The authorities responsible for the collection, updating and management of official geodata shall also guarantee the lasting availability of this geodata. 2 In relation to official geodata under federal legislation, the Federal Council shall regulate:

a. the modalities of archival storage; b. the method and frequency of historiography.

Section 3: Data Access and Data Use

Art. 10 Principle Official geodata under federal legislation shall be accessible to the public and may be used by anyone, unless this is contrary to overriding public or private interests.

Art. 11 Data security Articles 1–11, 16–25, 27, 33, 36 and 37 of the Federal Act of 19 June 19923 on Data Protection apply to the use of all official geodata under federal legislation subject to any regulations to the contrary found in Article 12 paragraph 2c, Article 14 para- graphs 1, 2 and Article 32 paragraph 2d of this Act.

Art. 12 Data use 1 The authority responsible for the collection, updating and management of official geodata under federal legislation may allow access to this geodata as well as its use and distribution; the authorisation is subject to consent. Consent is granted by:

3 SR 235.1

Geoinformation Act

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a. act of disposal; b. contract; c. organisational or technical access controls.

2 The Federal Council shall issue further regulations regarding: a. the permitted use and distribution of data; b. the main features of the procedure for granting access and use; c. the obligations of the users, in particular with regard to data access and data

protection during use and distribution; d. the mention of source of data and caveat; e. exemptions from the requirement of consent.

Art. 13 Geodata services 1 The Federal Council shall determine the geodata services of national interest and define their minimum content. 2 It shall issue regulations about the qualitative and technical requirements with regard to optimal networking and integration. 3 It shall regulate interdisciplinary geodata services. 4 It may require that certain official geodata under federal legislation, either by itself or in combination with other geodata, is made available online or by another method in electronic form. 5 The same authority that is responsible for the collection, updating and management of official geodata is also responsible for the development and operation of the geodata services.

Art. 14 Data exchange between public authorities 1 The federal and cantonal authorities shall grant each other easy and direct access to official geodata. 2 The Federal Council shall regulate the details of the exchange of official geodata. 3 Data exchange shall be compensated for on the basis of a flat-rate payment. The Confederation and cantons shall regulate the modalities and the assessment of the compensation payment in a public-law contract.

Art. 15 Fees 1 The Confederation and cantons may charge fees for the access to and use of offi- cial geodata. 2 They shall harmonise the principles of the fee structure for the official geodata and geodata services of national interest. 3 The Federal Council regulates the fees for the access to and use of basic geodata and the geodata services of the Confederation. The fees are made up as follows:

Organisation and Administration

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a. for private use: marginal costs and a suitable contribution to infrastructure costs at the most;

b. for commercial use: marginal costs and a suitable contribution to infrastruc- ture, investment and revision costs appropriate to the use of the geodata.

Section 4: Cadastre of Public-law Restrictions on landownership

Art. 16 Subject matter and form 1 The Cadastre of public-law restrictions shall contain public-law restrictions on landownership rights which, in accordance with the provisions of the Civil Code4, are not part of the Land Register. 2 The Federal Council determines which official geodata under federal legislation are entered in the Cadastre of public-law restrictions. 3 The cantons may define additional official geodata of proprietary nature that must be recorded in the Cadastre of public-law restrictions. 4 The Cadastre of public-law restrictions shall be made available in electronic form either online or by any other method. 5 The Federal Council shall determine the minimum requirements with regard to the organisation, management, data harmonisation, methods and processes for the Cadastre of public-law restrictions.

Art. 17 Validity The content of the Cadastre of public-law restrictions is considered to be publicly known.

Art. 18 Liability Liability for the management of the Cadastre of public-law restrictions is governed by Article 955 of the Civil Code5.

Section 5: Commercial Activities of the Confederation

Art. 19 1 The Federal Council may authorise authorities of the Federal Administration to offer on a commercial basis geodata and other services in the field of geoinformation in order to comply with specific requests from clients. 2 The commercial services offered must be closely related to the tasks of the author- ised authority and must not compromise its work.

4 SR 210 5 SR 210

Geoinformation Act

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3 The authorised authority shall offer the commercial services on a private law basis. It shall determine the price according to market conditions and make its fees known. The total fees charged for commercial services must at least cover their own costs and must not be subsidised by income from other basic functions of the authority.

Section 6: Obligation to Support and Tolerate

Art. 20 Assistance during data collection and updating 1 Those persons who have an interest in the property concerned have a duty to assist public officers and third parties working on behalf of the Confederation and cantons in their work of collecting and updating official geodata. In particular, they must allow these public officers:

a. access to private land parcels; b. within a reasonable time and subject to advance notice, access to buildings; c. to bring technical equipment onto the land parcels or into the buildings for

the duration of the geodata collection and revision; and d. within a reasonable time and subject to advance notice, to inspect private

and official data and documents. 2 The public officers and authorized persons may if necessary call on local authori- ties for assistance in administrative matters and their implementation. 3 Anyone who unlawfully obstructs the collection and updating of official geodata shall bear the additional costs caused by his or her actions.

Art. 21 Protection of boundary and survey marks 1 Persons with an interest in the property concerned are obliged to tolerate the tem- porary or permanent placement of boundary and survey marks on land parcels and buildings, without compensation. 2 Boundary and survey marks may be noted in the Land Register. 3 Whoever unlawfully moves, removes or damages boundary and survey marks is liable for the cost of their replacement as well as any consequential losses or dam- age.

Chapter 3: National Survey

Art. 22 Task 1 The National Survey shall make the geospatial reference data of the Confederation available for civil and military purposes.

Organisation and Administration

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2 This task includes in particular: a. the definition of the geodetic reference system and the establishment, updat-

ing and management of the reference framework; b. the monumentation and survey of national borders; c. the collection, updating and management of topographical information for

national landscape models; d. the preparation of the National Map series.

3 The Federal Council shall regulate the responsibilities, organization, procedure and methods.

Art. 23 Spatial coverage 1 The National Survey shall cover the whole area of the Swiss Confederation. 2 As far as is necessary, geospatial reference data of areas outside Switzerland that are close to its borders shall also be collected.

Art. 24 Definition of the national borders 1 The Federal Council may independently conclude treaties under international law with foreign countries concerning national borders, provided these border matters are minor corrections or relate to other minor changes of territory. 2 It shall issue regulations on the procedure, and in particular on the participation of the cantons and communes concerned.

Art. 25 National Map series 1 The National Map series is part of the geospatial reference data of the Confedera- tion. 2 The Federal Council shall regulate the production, publishing and the civilian and military uses of the National Map series. 3 The copyright resulting from the production, processing and updating of the Na- tional Map series is owned by the Confederation.

Art. 26 National atlases, thematic maps of national interest The Federal Council may designate as a federal task the production of national atlases and similar thematic cartography.

Chapter 4: Swiss Geological Survey

Art. 27 Task 1 The Swiss Geological Survey shall provide geological data and information for the use of the Federal Administration and interested third parties.

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2 This task includes in particular: a. the Swiss Geological Survey work; b. the provision of geological data of national interest; c. advice and support to the Federal Administration in geological matters; d. the archival storage of geological data; e. the coordination of geological activities at federal level.

3 The Federal Council shall regulate the responsibilities, organisation, procedure and methods.

Art. 28 Spatial coverage 1 The Swiss Geological Survey covers the whole territory of the Swiss Confedera- tion. 2 As far as is necessary, geological data of areas outside Switzerland that are close to its borders shall also be collected.

Chapter 5: Cadastral Surveying

Art. 29 Task 1 Cadastral Surveying shall guarantee that geospatial reference data of proprietary and descriptive nature about land parcels is available. 2 This task includes in particular:

a. the densification of the geodetic reference framework; b. the marking and surveying of the cantonal, district and communal bounda-

ries; c. the marking and surveying of land parcel boundaries; d. the collection, updating and management of topographic information related

to land parcels; e. the preparation of the cadastral map for the Land Register.

3 The Federal Council regulates the main features of Cadastral Surveying and in particular:

a. the marking and surveying of the boundaries of the land parcels; b. the minimum requirements to which the cantonal authorities are subject; c. the overall management and supervision carried out by the Confederation; d. the topical and technical limits with regard to other official geodata.

Art. 30 Spatial coverage Cadastral Surveying shall cover the whole area of the Swiss Confederation.

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Art. 31 Planning and implementation 1 The Federal Council shall define the medium- and long-term planning for Cadas- tral Surveying. 2 The implementation shall take place on the basis of programme agreements made over several years between the Federal Directorate of Cadastral Surveying and the responsible cantonal authorities. 3 The Federal Council may issue regulations concerning the content of and the procedure for concluding programme agreements.

Art. 32 Approval 1 Cadastral Surveying must be approved by the responsible cantonal authorities. 2 The Federal Council shall issue regulations concerning the main features of the processes and in particular concerning:

a. the data and maps that are subject to approval; b. the requirements for approval; c. the co-operation of the federal authorities; d. the official public review process; e. the procedural rights of those who have an interest in the property.

Art. 33 Authenticated extracts 1 Any person may request an authenticated extract of Cadastral Surveying from offices authorised by the canton. 2 A fee may be payable for the issue of an authenticated extract. 3 The Federal Council shall issue regulations on the main features of the procedure, in particular concerning:

a. the content and structure of the authenticated extract; b. the issue of authenticated extracts in electronic form; c. the basic rules for the determination of the fees.

Chapter 6: Organisation Section 1: Responsibility and Cooperation

Art. 34 Division of tasks between Confederation and cantons 1 The Confederation is responsible for:

a. the National Survey; b. the Swiss Geological Survey; c. the strategic direction and overall supervision of Cadastral Surveying;

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d. the overall supervision of Cadastral Surveying; e. the strategic orientation of the Cadastre of public-law restrictions; f. the overall supervision of the Cadastre of public-law restrictions; g. the coordination and harmonisation of federal legislation relating to official

geodata and of geodata services that are in the national interest. 2 The cantons are responsible for:

a. carrying out Cadastral Surveying; b. the maintenance of the Cadastre of public-law restrictions.

3 If a canton fails to perform its tasks on time or if the work is of inadequate quality, the Federal Council may, after issuing a warning and holding a hearing, order that the work be done by a substitute organisation.

Art. 35 Participation of the cantons and consultation of partner organisations When preparing federal legislation within the scope of this Act affecting the juris- diction and interests of the cantons, communes and partner organisations, the Con- federation shall ensure in an appropriate manner the participation of the cantons and the consultation of the partner organisations.

Art. 36 International cooperation 1 The Confederation shall in cooperation with other states promote the coordination, harmonisation and standardisation of work related to geoinformation. 2 It is responsible for the cooperation with other states in the field of official geodata under federal legislation. 3 The cantons may, where this lies within their competence, cooperate directly with the regional and local authorities in areas outside Switzerland close to its borders; in particular they may exchange geodata and coordinate the collection, updating and management of geodata.

Section 2: Financing

Art. 37 Tasks within the responsibility of the Confederation The financing of the work in Article 34, paragraph 1 shall be provided by the Con- federation.

Art. 38 Cadastral Surveying 1 Cadastral Surveying shall be jointly financed by the Confederation and the can- tons. The Federal Assembly shall regulate the details in an ordinance. This ordi- nance shall form the basis for the global payments made by the Confederation in accordance with the programme agreements.

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2 The costs of updating Cadastral Surveying shall be borne by the natural person or legal entity that has caused the update, provided that this person or entity can be identified. 3 The cantons shall bear the costs that are not covered by global payments made by the Confederation or by fees. The cantons may determine who must contribute to these remaining costs. 4 The Confederation shall finance the work carried out by a substitute organisation (Article 34, paragraph 3). It shall reclaim the costs that remain after deduction of the agreed global payments from the defaulting canton.

Art. 39 Cadastre of public-law restrictions on landownership 1 The Cadastre of public-law restrictions on landownership shall be jointly financed by the Confederation and the cantons. The Confederation shall make global pay- ments to the cantons on the basis of multi-annual programme agreements between the Federal Department of Defence, Civil Protection and Sport and the cantons. 2 The costs of the registration of a public-law restriction and the updating of the Cadastre of public-law restrictions shall be borne by the authority that decides the matter. 3 The Confederation shall finance the work by a substitute organisation (Article 34, paragraph 3). It shall reclaim the costs that remain after deduction of the agreed global payments from the defaulting canton.

Section 3: Education and Research

Art. 40 Advancement of education 1 The Confederation and the cantons shall encourage education in the field of geoin- formation. 2 They shall ensure that the education curriculum and final qualifications at all levels correspond to the latest state of science and technology.

Art. 41 Licensed land surveyors 1 Licensed land surveyors who have successfully completed the federal state exami- nations and who are registered in the Register of Licensed Land Surveyors are authorised to perform independent (self-employed) work within Cadastral Survey- ing. 2 An administrative body of the Confederation comprising representatives from the Confederation, the cantons and the professional associations shall:

a. conduct the state examinations; b. maintain the register and issue or refuse the licence to practise; c. exercise disciplinary supervision over those persons entered in the register.

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3 The Federal Council shall issue detailed regulations concerning: a. the education required to obtain the licence to practise; b. the professional and individual conditions necessary for registration; c. the management of the register and the issuing of licences to practise; d. the composition, appointment and organisation of the administrative body; e. the responsibilities of the administrative body and the management; f. deletion from the register and other disciplinary measures; g. the professional duties of the persons entered in the register; h. the financing of the state examinations, the maintenance of the register and

other activities of the administrative body.

Art. 42 Advancement of research The Confederation and the cantons shall encourage research in the field of geoin- formation.

Chapter 7: Final Provisions

Art. 43 Evaluation 1 The Federal Council shall review the necessity, usefulness, efficiency and cost effectiveness of the Cadastre of public-law restrictions on landownership within six years of its introduction. 2 It shall report to the Federal Assembly and propose any modifications that may be required.

Art. 44 Repeal and amendment of current legislation The repeal and amendment of existing legislation is regulated in the Annex.

Art. 45 Coordination with the NFE If the Federal Act of 6 October 20066 on the Creation and Amendment of Legisla- tion on the New System of Financial Equalisation and Division of Tasks between the Confederation and the Cantons (NFE) at the same time or after this Act, Number II/I of (Art. 39 Final Title Civil Code7) shall cease to apply.

Art. 46 Transitional provisions 1 For twelve years from the date on which this Act comes into force, the Federal Council may declare deviations from the fees defined in Article 15 paragraph 3.

6 AS 2007 5779. The NFE bill came into force on 1 January 2008. 7 SR 210

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2 It determines the time schedule for the introduction of the Cadastre of public-law restrictions on landownership. 3 Anyone who on the date on which this Act comes into force is permitted under federal law to carry out independent (self employed) work within Cadastral Survey- ing shall retain the right to do so. The Federal Council shall issue regulations for the transitional period until such time as the survey engineers are registered in the Reg- ister of Licensed Land Surveyors. 4 The cantons shall adapt their legislation on geoinformation within three years of the date on which this Act comes into force. During a transitional period determined by the Federal Council, the cantons must adapt the official geodata under federal legislation to the quality and technical requirements within the meaning of Articles 5 and 6 only if:

a. this is a mandatory requirement of international law or federal law; b. the legal basis for data concerned is created on or after the coming into force

of this Act; c. they are collecting the data from scratch; d. they are making data management subject to new technical or organisational

principles (database, hardware, software) that eliminate the obstacles to making the adaptation.

Art. 47 Referendum and commencement 1 This Act is subject to an optional referendum. 2 Articles 16-18, 34 paragraph 1 letters e and f and Article 39 shall be implemented by the Federal Council on the commencement of the Ordinance on Public-law Restrictions on landownership8. The Federal Council shall determine the com- mencement date for the remaining provisions.

Commencement Date: 1 July 20089 Articles 16–18, 34 paragraph 1 letters e and f and 39: 1 October 200910

8 SR 510.622.4 9 Federal Council Decree dated 21 May 2008 (AS 2008 2807) 10 Ordinance of 2 Sept. 2009 (AS 2009 4721).

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Annex (Art. 44)

Repeal and Revision of Existing Legislation I

The Federal Act of 21 June 193511 on the Creation of the National Map Series is repealed.

II

The Civil Code12 is revised as follows: …13

11 [BS 5 665; AS 1977 2249 Sec. I 131] 12 SR 210. 13 The amendments may be consulted under AS 2008 2793.

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Loi fédérale sur la géoinformation (Loi sur la géoinformation, LGéo)

du 5 octobre 2007 (Etat le 1er octobre 2009)

L’Assemblée fédérale de la Confédération suisse, vu les art. 60, al. 1, 63, 64, 75a et 122, al. 1, de la Constitution1, vu le message du Conseil fédéral du 6 septembre 20062, arrête:

Chapitre 1 Dispositions générales

Art. 1 But La présente loi vise à ce que les autorités fédérales, cantonales et communales, les milieux économiques, la population et les milieux scientifiques disposent rapide- ment, simplement et durablement de géodonnées mises à jour, au niveau de qualité requis et d’un coût approprié, couvrant le territoire de la Confédération suisse en vue d’une large utilisation.

Art. 2 Champ d’application 1 La présente loi s’applique aux géodonnées de base relevant du droit fédéral. 2 Elle s’applique aux autres géodonnées de la Confédération pour autant que d’autres législations fédérales n’en disposent pas autrement. 3 Les dispositions régissant les géodonnées s’appliquent par analogie aux données géologiques de la Confédération. 4 Les chap. 3 à 5 priment toute disposition dérogatoire prévue dans une autre loi fédérale.

Art. 3 Définitions 1 Au sens de la présente loi, on entend par:

a. géodonnées: données à référence spatiale qui décrivent l’étendue et les pro- priétés d’espaces et d’objets donnés à un instant donné, en particulier la position, la nature, l’utilisation et le statut juridique de ces éléments;

b. géoinformations: informations à référence spatiale acquises par la mise en relation de géodonnées;

RO 2008 2793  Les termes désignant des personnes s’appliquent également aux femmes et aux hommes. 1 RS 101 2 FF 2006 7407

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c. géodonnées de base: géodonnées qui se fondent sur un acte législatif fédéral, cantonal ou communal;

d. géodonnées de base qui lient les propriétaires: géodonnées de base qui pré- sentent un caractère juridiquement contraignant pour tous les titulaires de droits sur un immeuble;

e. géodonnées de base qui lient les autorités: géodonnées de base qui présen- tent un caractère juridiquement contraignant pour les autorités fédérales, cantonales et communales dans le cadre de l’exécution de leurs tâches de service public;

f. géodonnées de référence: géodonnées de base servant de base géométrique à d’autres géodonnées;

g. géométadonnées: descriptions formelles des caractéristiques de géodonnées, notamment leur provenance, contenu, structure, validité, actualité ou préci- sion, les droits d’utilisation qui y sont attachés, les possibilités d’y accéder ou les méthodes permettant de les traiter;

h. modèles de géodonnées: représentations de la réalité fixant la structure et le contenu de géodonnées indépendamment de tout système;

i. modèles de représentation: définitions de représentations graphiques desti- nées à la visualisation de géodonnées (p. ex. sous la forme de cartes et de plans);

j. géoservices: applications aptes à être mises en réseau et simplifiant l’utilisation des géodonnées par des prestations de services informatisées y donnant accès sous une forme structurée.

2 Le Conseil fédéral peut préciser les définitions des termes utilisés dans la présente loi et les adapter aux avancées scientifiques et techniques ainsi qu’aux normes inter- nationales.

Chapitre 2 Principes Section 1 Exigences qualitatives et techniques

Art. 4 Harmonisation 1 Les exigences qualitatives et techniques applicables aux géodonnées et aux géo- métadonnées sont à fixer de telle manière qu’un échange simple et une large utilisa- tion soient possibles. 2 Les dispositions d’exécution du droit de la géoinformation doivent tenir compte des normes reconnues au plan international ou national en matière de géodonnées et de géométadonnées, pour autant que cela soit possible et techniquement judicieux.

Art. 5 Géodonnées de base relevant du droit fédéral 1 Le Conseil fédéral définit les géodonnées de base relevant du droit fédéral dans un catalogue.

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2 Il édicte des dispositions sur les exigences qualitatives et techniques applicables aux géodonnées de base relevant du droit fédéral, en particulier:

a. aux systèmes et aux cadres de référence géodésiques; b. aux modèles de géodonnées; c. aux modèles de représentation; d. au degré de spécification; e. à la qualité; f. à la saisie et à la mise à jour; g. à l’échange; h. à la délimitation spatiale.

3 Le Conseil fédéral peut habiliter l’Office fédéral de topographie ou l’office techni- quement compétent à édicter des dispositions techniques relatives aux géodonnées de base relevant du droit fédéral et à émettre des recommandations techniques.

Art. 6 Géométadonnées 1 Le Conseil fédéral édicte des dispositions sur les exigences qualitatives et techni- ques applicables aux géométadonnées qui se rapportent à des géodonnées de base, en particulier:

a. au contenu; b. aux modèles de données; c. au degré de spécification; d. à la qualité; e. à la saisie et à la mise à jour; f. à l’échange.

2 Le Conseil fédéral peut habiliter l’Office fédéral de topographie ou l’office techni- quement compétent à édicter des dispositions techniques relatives aux géométadon- nées et à émettre des recommandations techniques.

Art. 7 Noms géographiques 1 Le Conseil fédéral édicte des dispositions visant à coordonner les noms des com- munes, des localités et des rues. Il réglemente les autres noms géographiques, les compétences et la procédure ainsi que la prise en charge des coûts. 2 Le Conseil fédéral se prononce en dernière instance en cas de litige sur l’applica- tion de l’al. 1.

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Section 2 Saisie, mise à jour et gestion

Art. 8 Compétence, libre choix de la méthode 1 La législation désigne les services dont relèvent la saisie, la mise à jour et la ges- tion des géodonnées de base. Faute de dispositions correspondantes, ces tâches incombent au service spécialisé de la Confédération ou du canton dont la compéten- ce s’étend au domaine concerné par ces données. 2 Les doublons sont à éviter lors de la saisie et de la mise à jour des géodonnées de base. 3 Le choix des méthodes de saisie et de mise à jour des géodonnées de base est laissé à la libre appréciation des auteurs de ces opérations, pour autant que la comparabilité des résultats soit garantie.

Art. 9 Garantie de la disponibilité 1 Le service chargé de la saisie, de la mise à jour et de la gestion des géodonnées de base garantit la pérennité de leur disponibilité. 2 Pour les géodonnées de base relevant du droit fédéral, le Conseil fédéral règle:

a. les modalités de leur archivage; b. les modalités et la périodicité de l’établissement de leur historique.

Section 3 Accès et utilisation

Art. 10 Principe Les géodonnées de base relevant du droit fédéral sont accessibles à la population et peuvent être utilisées par chacun à moins que des intérêts publics ou privés prépon- dérants ne s’y opposent.

Art. 11 Protection des données Les art. 1 à 11, 16 à 25, 27, 33, 36 et 37 de la loi fédérale du 19 juin 1992 sur la protection des données3 s’appliquent à toutes les géodonnées de base relevant du droit fédéral. Les art. 12, al. 2, let. c, 14, al. 1 et 2, et 32, al. 2, let. d, de la présente loi sont réservés.

Art. 12 Utilisation 1 Le service chargé de la saisie, de la mise à jour et de la gestion des géodonnées de base peut subordonner l’accès aux géodonnées de base relevant du droit fédéral ainsi que leur utilisation et leur transmission à une autorisation. Celle-ci peut être accor- dée par:

3 RS 235.1

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a. une décision; b. un contrat; c. des contrôles d’accès de nature organisationnelle ou technique.

2 Le Conseil fédéral édicte des dispositions détaillées concernant: a.4 l’utilisation et la diffusion; b. les principes de la procédure d’octroi de l’accès et de l’utilisation; c. les obligations des utilisateurs, notamment en ce qui concerne l’accès et la

protection des données lors de leur utilisation et de leur diffusion; d. l’indication des sources et les mises en garde; e. les exceptions au régime de l’autorisation.

Art. 13 Géoservices 1 Le Conseil fédéral détermine les géoservices d’intérêt national et en définit l’offre minimale. 2 Il fixe les exigences qualitatives et techniques applicables à ces géoservices dans la perspective d’une interconnexion optimale. 3 Il réglemente les géoservices englobant plusieurs domaines. 4 Il peut prescrire que certaines géodonnées de base relevant du droit fédéral soient rendues accessibles sous forme électronique, seules ou en relation avec d’autres données, en ligne ou d’une autre manière. 5 La mise en place et l’exploitation de ces géoservices relèvent de la compétence du service chargé de la saisie, de la mise à jour et de la gestion des géodonnées de base.

Art. 14 Echange entre autorités 1 Les autorités fédérales et cantonales s’accordent mutuellement un accès simple et direct aux géodonnées de base. 2 Le Conseil fédéral règle les modalités de l’échange de géodonnées de base relevant du droit fédéral. 3 L’échange fait l’objet d’une indemnisation forfaitaire. La Confédération et les cantons fixent les modalités et le calcul des soultes dans un contrat de droit public.

Art. 15 Emoluments 1 La Confédération et les cantons peuvent percevoir des émoluments pour l’accès aux géodonnées de base et pour leur utilisation. 2 Ils harmonisent les principes de tarification s’appliquant aux géodonnées de base relevant du droit fédéral et aux géoservices d’intérêt national.

4 Rectifié par la Commission de rédaction de l’Ass. féd. (art. 58, al. 1, LParl – RS 171.10).

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3 Le Conseil fédéral réglemente les émoluments s’appliquant à l’accès aux géodon- nées de base de la Confédération et à leur utilisation ainsi qu’à l’utilisation des géoservices de la Confédération.5 Les émoluments comprennent:

a. en cas d’utilisation à des fins privées: au plus les coûts marginaux et une contribution appropriée aux coûts d’infrastructure;

b. en cas d’utilisation à des fins commerciales: les coûts marginaux et une contribution appropriée, en rapport avec l’utilisation prévue, aux coûts d’in- frastructure ainsi qu’aux coûts d’investissement et de mise à jour.

Section 4 Cadastre des restrictions de droit public à la propriété foncière

Art. 16 Objet et forme 1 Le cadastre répertorie les restrictions de droit public à la propriété foncière qui, conformément aux dispositions du code civil (CC)6, ne font pas l’objet d’une men- tion au registre foncier. 2 Le Conseil fédéral détermine les géodonnées de base relevant du droit fédéral qui doivent figurer dans le cadastre. 3 Les cantons peuvent déterminer les géodonnées de base supplémentaires qui lient les propriétaires et figurent dans le cadastre. 4 Le cadastre est rendu accessible sous forme électronique, en ligne ou d’une autre manière. 5 Le Conseil fédéral fixe les exigences minimales applicables au cadastre en matière d’organisation, de gestion, d’harmonisation et de qualité des données, de méthodes et de procédures.

Art. 17 Effet juridique Le contenu du cadastre est réputé connu.

Art. 18 Responsabilité La responsabilité de la gestion du cadastre est régie par l’art. 955 CC7.

5 Rectifié par la Commission de rédaction de l’Ass. féd. (art. 58, al. 1, LParl – RS 171.10). 6 RS 210 7 RS 210

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Section 5 Prestations commerciales de la Confédération

Art. 19 1 Le Conseil fédéral peut habiliter des services de l’administration fédérale à propo- ser à des fins commerciales des géodonnées et des prestations supplémentaires dans le domaine de la géoinformation pour répondre à des demandes particulières. 2 L’offre de prestations commerciales doit avoir un lien étroit avec les tâches du service concerné et ne pas en entraver l’exécution. 3 Le service concerné propose les prestations visées à l’al. 1 sur la base du droit privé. Il en fixe les prix en fonction des conditions du marché et en publie les tarifs. Le coût des prestations fournies doit, globalement au moins, être couvert et leur prix ne doit pas être diminué grâce aux recettes provenant des prestations de base du service.

Section 6 Obligations d’assistance et de tolérance

Art. 20 Assistance lors de la saisie et de la mise à jour 1 Les titulaires de droits sur des biens-fonds sont tenus d’assister les agents agissant pour le compte de la Confédération et des cantons ainsi que les tiers mandatés lors de la saisie et de la mise à jour de géodonnées de base. Ils doivent notamment garan- tir à ces agents:

a. l’accès aux immeubles privés; b. l’accès aux bâtiments dans un délai raisonnable dès lors que la visite a été

annoncée; c. la possibilité de mettre en place des moyens techniques auxiliaires sur des

immeubles ou des bâtiments pendant la durée des opérations de saisie et de mise à jour;

d. la consultation de données et de documents privés et officiels dans un délai raisonnable dès lors que la visite a été annoncée.

2 En cas de nécessité, les agents et les tiers mandatés peuvent solliciter l’aide des services locaux compétents. 3 Quiconque entrave de façon illicite la saisie et la mise à jour de géodonnées de base supporte les surcoûts qui en résultent.

Art. 21 Protection des signes de démarcation et des repères de mensuration 1 Les titulaires de droits sur des biens-fonds sont tenus de tolérer sans indemnisation la pose temporaire ou permanente de signes de démarcation et de repères de mensu- ration sur des immeubles et des bâtiments. 2 Les signes de démarcation et les repères de mensuration peuvent faire l’objet d’une mention au registre foncier.

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3 Quiconque déplace, enlève ou endommage de façon illicite des signes de démarca- tion ou des repères de mensuration supporte les coûts inhérents à leur remplacement et aux dommages qui résultent de ces actes.

Chapitre 3 Mensuration nationale

Art. 22 Tâche 1 La mensuration nationale met à disposition des géodonnées fédérales de référence à des fins civiles et militaires. 2 Cette tâche comprend notamment:

a. la définition des systèmes géodésiques de référence de même que l’élabora- tion, la mise à jour et la gestion des cadres de référence;

b. l’abornement et la mensuration de la frontière nationale; c. la saisie, la mise à jour et la gestion des informations topographiques desti-

nées aux modèles nationaux du paysage; d. la mise à disposition des cartes nationales.

3 Le Conseil fédéral réglemente les compétences, l’organisation, la procédure et les méthodes.

Art. 23 Couverture territoriale 1 La mensuration nationale couvre l’intégralité du territoire suisse. 2 En cas de nécessité, des géodonnées de référence concernant le territoire étranger jouxtant la frontière suisse sont également saisies.

Art. 24 Détermination de la frontière nationale 1 Le Conseil fédéral est habilité à conclure des traités internationaux avec les pays voisins portant sur la détermination de la frontière nationale, pour autant que ces traités ne visent que des rectifications de frontières ou d’autres modifications mineu- res du territoire. 2 Il édicte des dispositions sur la procédure, notamment concernant la participation des cantons et des communes concernés.

Art. 25 Cartes nationales 1 Les cartes nationales font partie intégrante des géodonnées fédérales de référence. 2 Le Conseil fédéral réglemente la production et la publication des cartes nationales ainsi que leur utilisation à des fins civiles et militaires. 3 Les droits d’auteur résultant de la production, du traitement et de la mise à jour des cartes nationales sont la propriété de la Confédération.

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Art. 26 Atlas nationaux et cartes thématiques d’intérêt national Le Conseil fédéral peut qualifier de tâche fédérale la production d’atlas nationaux et de cartes thématiques comparables d’intérêt national.

Chapitre 4 Géologie nationale

Art. 27 Tâche 1 La géologie nationale met des données et des informations géologiques à la dispo- sition de l’administration fédérale et de tiers. 2 Cette tâche comprend notamment:

a. le relevé géologique national; b. la mise à disposition de données géologiques d’intérêt national; c. le conseil et l’assistance de l’administration fédérale pour toute question

géologique; d. l’archivage des données géologiques; e. la coordination des activités géologiques à l’échelon fédéral.

3 Le Conseil fédéral réglemente les compétences, l’organisation, la procédure et les méthodes.

Art. 28 Couverture territoriale 1 La géologie nationale couvre l’intégralité du territoire suisse. 2 En cas de nécessité, des données géologiques concernant le territoire étranger jouxtant la frontière suisse sont également saisies.

Chapitre 5 Mensuration officielle

Art. 29 Tâche 1 La mensuration officielle garantit la disponibilité des géodonnées de référence qui lient les propriétaires et des informations descriptives concernant les immeubles. 2 Cette tâche comprend notamment:

a. la densification des cadres géodésiques de référence; b. l’abornement et la mensuration des limites des cantons, des districts et des

communes; c. l’abornement et la mensuration des limites des immeubles; d. la saisie, la mise à jour et la gestion des informations topographiques

concernant les immeubles; e. la mise à disposition du plan du registre foncier.

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3 Le Conseil fédéral fixe les principes de la mensuration officielle, en particulier: a. l’abornement et la mensuration des limites des immeubles; b. les exigences minimales applicables à l’organisation cantonale; c. la direction générale et la haute surveillance de la Confédération; d. la délimitation concrète par rapport aux autres géodonnées de base.

Art. 30 Couverture territoriale La mensuration officielle couvre l’intégralité du territoire suisse.

Art. 31 Planification et mise en œuvre 1 Le Conseil fédéral planifie la mensuration officielle à moyen et à long terme. 2 La mise en œuvre s’effectue sur la base de conventions-programmes pluriannuelles passées entre la Direction fédérale des mensurations cadastrales et les services cantonaux compétents. 3 Le Conseil fédéral peut édicter des dispositions sur le contenu des conventions- programmes et sur la procédure régissant leur conclusion.

Art. 32 Approbation 1 La mensuration officielle doit être approuvée par le service cantonal compétent. 2 Le Conseil fédéral édicte des dispositions sur les principes de la procédure, en particulier concernant:

a. les données et les plans soumis à approbation; b. les conditions requises pour l’approbation; c. la participation de services de l’administration fédérale; d. l’enquête publique; e. les droits de procédure des titulaires de droits sur des biens-fonds.

Art. 33 Extraits certifiés conformes 1 Toute personne peut demander des extraits certifiés conformes de la mensuration officielle aux services désignés par le canton. 2 Des émoluments peuvent être perçus pour la délivrance d’extraits certifiés confor- mes. 3 Le Conseil fédéral édicte des dispositions sur les principes de la procédure, en particulier concernant:

a. le contenu et la structure des extraits certifiés conformes; b. la délivrance d’extraits certifiés conformes sous une forme électronique; c. les principes de tarification des émoluments.

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Chapitre 6 Organisation Section 1 Compétence et collaboration

Art. 34 Répartition des tâches entre la Confédération et les cantons 1 La Confédération est compétente pour:

a. la mensuration nationale; b. la géologie nationale; c. l’orientation stratégique et la direction générale de la mensuration officielle; d. la haute surveillance de la mensuration officielle; e. l’orientation stratégique du cadastre des restrictions de droit public à la pro-

priété foncière; f. la haute surveillance du cadastre des restrictions de droit public à la proprié-

té foncière; g. la coordination et l’harmonisation dans le domaine des géodonnées de base

relevant du droit fédéral et des géoservices d’intérêt national. 2 Les cantons sont compétents pour:

a. l’exécution de la mensuration officielle; b. la tenue du cadastre des restrictions de droit public à la propriété foncière.

3 Si un canton ne respecte pas les délais impartis ou n’atteint pas le niveau de qualité requis dans l’exécution des tâches qui lui incombent, le Conseil fédéral peut ordon- ner l’exécution par substitution après sommation et audition du canton.

Art. 35 Participation des cantons et audition des organisations Lors de l’élaboration d’actes législatifs fédéraux relevant du champ d’application de la présente loi et concernant les compétences et les intérêts des cantons, des commu- nes et des organisations partenaires, la Confédération garantit la participation des cantons et l’audition des organisations partenaires de manière adéquate.

Art. 36 Collaboration internationale 1 La Confédération encourage, en collaboration avec d’autres Etats, la coordination, l’harmonisation et la standardisation dans le domaine de la géoinformation. 2 La collaboration avec d’autres Etats dans le domaine des géodonnées de base relevant du droit fédéral relève de la compétence de la Confédération. 3 Dans les limites de leur domaine de compétence, les cantons peuvent collaborer directement avec les services locaux et régionaux des pays limitrophes, notamment échanger des géodonnées avec eux et coordonner la saisie, la mise à jour et la ges- tion des géodonnées.

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Section 2 Financement

Art. 37 Tâches relevant de la compétence de la Confédération Le financement des tâches visées à l’art. 34, al. 1, est assuré par la Confédération.

Art. 38 Mensuration officielle 1 La Confédération et les cantons assument en commun le financement de la mensu- ration officielle. L’Assemblée fédérale règle les modalités dans une ordonnance. Celle-ci constitue la base des contributions globales de la Confédération définies dans des conventions-programmes. 2 Les coûts qu’entraîne la mise à jour des données de la mensuration officielle sont supportés par la personne morale ou physique qui en est à l’origine, pour autant qu’elle soit identifiable. 3 Les cantons supportent les coûts qui ne sont couverts ni par des contributions globales de la Confédération ni par des émoluments. Ils peuvent régler la prise en charge des coûts restants. 4 La Confédération finance l’exécution par substitution (art. 34, al. 3). Elle exige le paiement des coûts restants par le canton défaillant, après déduction des contribu- tions globales convenues.

Art. 39 Cadastre des restrictions de droit public à la propriété foncière 1 La Confédération et les cantons assument en commun le financement du cadastre des restrictions de droit public à la propriété foncière. La Confédération octroie des contributions globales aux cantons sur la base de conventions-programmes plurian- nuelles conclues entre le Département fédéral de la défense, de la protection de la population et des sports et les cantons. 2 Les coûts d’inscription et de mise à jour d’une restriction sont supportés par le service qui décide la restriction. 3 La Confédération finance l’exécution par substitution (art. 34, al. 3). Elle exige le paiement des coûts restants par le canton défaillant, après déduction des contribu- tions globales convenues.

Section 3 Formation et recherche

Art. 40 Encouragement de la formation 1 La Confédération et les cantons encouragent la formation dans le domaine de la géoinformation. 2 Ils veillent à ce que les filières de formation et les examens finaux soient en phase, à tous les niveaux, avec l’état de la science et des techniques.

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Art. 41 Ingénieur géomètre 1 Quiconque a réussi l’examen d’Etat et est inscrit au registre des ingénieurs géo- mètres est en droit de procéder à l’exécution indépendante de travaux de la mensura- tion officielle. 2 Une autorité fédérale composée de représentants de la Confédération, des cantons et des organisations professionnelles:

a. fait passer les examens; b. tient le registre et délivre ou non le brevet; c. exerce la surveillance disciplinaire des personnes inscrites au registre.

3 Le Conseil fédéral édicte des dispositions détaillées concernant: a. la formation nécessaire à l’obtention du brevet; b. les conditions requises au plan technique et personnel pour l’inscription; c. la tenue du registre et la délivrance du brevet; d. la composition, la désignation et l’organisation de l’autorité; e. les compétences de l’autorité et de l’administration; f. la radiation du registre et d’autres mesures disciplinaires; g. les obligations professionnelles des personnes inscrites au registre; h. le financement de l’examen, de la tenue du registre et des autres activités de

l’autorité.

Art. 42 Encouragement de la recherche La Confédération et les cantons encouragent la recherche dans le domaine de la géoinformation.

Chapitre 7 Dispositions finales

Art. 43 Evaluation 1 Le Conseil fédéral examine, dans un délai de six ans à compter de l’introduction du cadastre des restrictions de droit public à la propriété foncière, la nécessité de ce dernier, son opportunité, son efficacité et son efficience économique. 2 Il établit un rapport destiné à l’Assemblée fédérale et y présente les changements qui s’imposent.

Art. 44 Abrogation et modification du droit en vigueur L’abrogation et la modification du droit en vigueur sont réglées en annexe.

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Art. 45 Coordination avec la RPT Quel que soit l’ordre dans lequel la présente loi et la loi fédérale du 6 octobre 2006 concernant l’adoption et la modification d’actes dans le cadre de la réforme de la péréquation financière et de la répartition des tâches entre la Confédération et les cantons (RPT)8, entrent en vigueur, le ch. II/1, de la RPT (tit. fin., art. 39, CC9) devient sans objet.

Art. 46 Dispositions transitoires 1 Le Conseil fédéral peut, durant douze ans à compter de l’entrée en vigueur de la présente loi, fixer les émoluments en dérogeant à l’art. 15, al. 3. 2 Il établit le calendrier d’introduction du cadastre des restrictions de droit public à la propriété foncière. 3 Quiconque est habilité par le droit fédéral à procéder à l’exécution indépendante de travaux de la mensuration officielle à l’entrée en vigueur de la présente loi conserve cette habilitation. Le Conseil fédéral édicte des dispositions s’appliquant à la période transitoire courant jusqu’à l’inscription au registre des ingénieurs géomètres breve- tés. 4 Les cantons adaptent leur législation sur la géoinformation à la présente loi dans un délai de trois ans à compter de son entrée en vigueur. Durant une période transitoire définie par le Conseil fédéral, ils ne sont tenus d’adapter les géodonnées de base relevant du droit fédéral qu’ils gèrent aux exigences qualitatives et techniques pré- vues aux art. 5 et 6 que dans les cas suivants:

a. le droit international ou le droit fédéral le prescrit impérativement; b. il s’agit de données dont la base juridique est créée par l’entrée en vigueur

de la présente loi ou ultérieurement; c. ils entreprennent une nouvelle saisie des données; d. ils établissent de nouvelles bases technico-organisationnelles pour la gestion

des données (banque de données, logiciel ou matériel) qui lèvent les obsta- cles à une adaptation.

8 RO 2007 5779. La RPT entre en vigueur le 1er janv. 2008. 9 RS 210

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Art. 47 Référendum et entrée en vigueur 1 La présente loi est sujette au référendum. 2 Le Conseil fédéral met en vigueur les art. 16 à 18, 34, al. 1, let. e et f, ainsi que 39 en même temps que l’ordonnance du 2 septembre 2009 sur le cadastre des restric- tions de droit public à la propriété foncière10. Il fixe la date de l’entrée en vigueur des autres dispositions de la présente loi.

Date de l’entrée en vigueur: 1er juillet 200811 Art. 16 à 18, 34, al. 1, let. e et f, et 39: 1er octobre 200912

10 RS 510.622.4 11 ACF du 21 mai 2008 (RO 2008 2807) 12 O du 2 sept. 2009 (RO 2009 4721)

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Annexe (art. 44)

Abrogation et modification du droit en vigueur I

La loi fédérale du 21 juin 1935 concernant l’établissement de nouvelles cartes natio- nales13 est abrogée.

II

Le code civil14 est modifié comme suit:

Art. 950

Tit. fin. art. 38, al. 1

Tit. fin. art. 38, al. 2 Abrogé

Tit. fin. art. 3915

Abrogé

Tit. fin. art. 41, al. 1, et 42 Abrogés

13 [RS 5 675; RO 1977 2249 ch. I 131] 14 RS 210. Les mod. mentionnées ci-dessous sont insérées dans ledit code. 15 Voir l’art. 45 de la loi du 5 oct. 2007 sur la géoinformation (RS 510.62).

1

Legge federale sulla geoinformazione (Legge sulla geoinformazione, LGI)

del 5 ottobre 2007 (Stato 1° ottobre 2009)

L’Assemblea federale della Confederazione Svizzera, visti gli articoli 60 capoverso 1, 63, 64, 75a e 122 capoverso 1 della Costituzione federale1; visto il messaggio del Consiglio federale del 6 settembre 20062, decreta:

Capitolo 1: Disposizioni generali

Art. 1 Scopo La presente legge ha lo scopo di mettere a disposizione delle autorità federali, can- tonali e comunali, nonché dell’economia, della società e della scienza, in maniera duratura, rapida e semplice, nella qualità necessaria e a prezzi adeguati, ai fini di un’ampia utilizzazione, geodati aggiornati concernenti il territorio della Confedera- zione Svizzera.

Art. 2 Campo d’applicazione 1 La presente legge si applica ai geodati di base di diritto federale. 2 Si applica ad altri geodati della Confederazione, sempre che la rimanente legisla- zione federale non disponga altrimenti. 3 Le prescrizioni in materia di geodati si applicano per analogia anche ai dati geolo- gici della Confederazione. 4 I capitoli 3, 4 e 5 sono poziori alle prescrizioni derogatorie di altre leggi federali.

Art. 3 Definizioni 1 Ai sensi della presente legge si intendono per:

a. geodati: dati georeferenziati che descrivono, con un determinato riferimento temporale, l’estensione e le caratteristiche di determinati spazi e opere, segnatamente la posizione, la natura, l’utilizzazione e i rapporti giuridici;

RU 2008 2793 1 RS 101 2 FF 2006 7165

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b. geoinformazioni: informazioni georeferenziate ricavate mediante l’inter- connessione di geodati;

c. geodati di base: geodati fondati su un atto normativo federale, cantonale o comunale;

d. geodati di base vincolanti per i proprietari: geodati di base che vincolano giuridicamente tutti i titolari di diritti su un fondo;

e. geodati di base vincolanti per le autorità: geodati di base che vincolano giu- ridicamente le autorità della Confederazione, dei Cantoni e dei Comuni nel quadro dell’adempimento dei rispettivi compiti pubblici;

f. geodati di riferimento: geodati di base che servono da base geometrica per ulteriori geodati;

g. geometadati: descrizioni formali delle caratteristiche di geodati, ad esempio dell’origine, del contenuto, della struttura, della validità, dell’attualità, del grado di precisione, dei diritti di utilizzazione, delle possibilità di accesso o dei metodi di elaborazione;

h. modelli di geodati: raffigurazioni della realtà che stabiliscono, in maniera indipendente dai sistemi, la struttura e il contenuto di geodati;

i. modelli di rappresentazione: descrizioni di rappresentazioni grafiche volte alla restituzione visiva di geodati (per es. sotto forma di carte e piani);

j. geoservizi: applicazioni interconnettibili che semplificano l’utilizzazione di servizi elettronici nell’ambito dei geodati e rendono accessibili i geodati in una forma strutturata.

2 Il Consiglio federale può ulteriormente precisare e adeguare, sulla base di nuove conoscenze scientifiche e tecniche nonché in considerazione degli sviluppi a livello internazionale, le definizioni dei termini utilizzati nella presente legge.

Capitolo 2: Principi Sezione 1: Requisiti qualitativi e tecnici

Art. 4 Armonizzazione 1 I requisiti qualitativi e tecnici in materia di geodati e geometadati sono stabiliti in modo da consentire uno scambio semplice e un’ampia utilizzazione dei dati. 2 Le norme in materia di geodati e geometadati riconosciute a livello internazionale o nazionale sono considerate, per quanto possibile e ragionevole sotto il profilo tec- nico, nelle prescrizioni esecutive del diritto concernente la geoinformazione.

Art. 5 Geodati di base di diritto federale 1 Il Consiglio federale stabilisce in un catalogo i geodati di base di diritto federale. 2 Emana prescrizioni sui requisiti qualitativi e tecnici in materia di geodati di base di diritto federale, segnatamente per quanto concerne:

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a. i sistemi di riferimento geodetici e i quadri di riferimento geodetici; b. i modelli di geodati; c. i modelli di rappresentazione; d. il grado di dettaglio; e. la qualità; f. il rilevamento e l’aggiornamento; g. lo scambio; h. la delimitazione territoriale.

3 Il Consiglio federale può autorizzare l’Ufficio federale di topografia o l’organo competente sotto il profilo tecnico a emanare prescrizioni tecniche per i geodati di base di diritto federale e raccomandazioni tecniche.

Art. 6 Geometadati 1 Il Consiglio federale emana prescrizioni sui requisiti qualitativi e tecnici in materia di geometadati relativi a geodati di base, segnatamente per quanto concerne:

a. i contenuti; b. i modelli di dati; c. il grado di dettaglio; d. la qualità; e. il rilevamento e l’aggiornamento; f. lo scambio.

2 Il Consiglio federale può autorizzare l’Ufficio federale di topografia o l’organo competente sotto il profilo tecnico a emanare prescrizioni tecniche per i geometadati e raccomandazioni tecniche.

Art. 7 Nomi geografici 1 Il Consiglio federale emana prescrizioni sul coordinamento dei nomi di Comuni, località e strade. Disciplina gli altri nomi geografici, le competenze e la procedura della Confederazione e dei Cantoni, nonché l’assunzione delle spese. 2 Il Consiglio federale decide in ultima istanza sulle controversie derivanti dall’ap- plicazione del capoverso 1.

Sezione 2: Rilevamento, aggiornamento e gestione

Art. 8 Competenza, libertà di metodo 1 La legislazione designa i servizi competenti per il rilevamento, l’aggiornamento e la gestione dei geodati di base. In mancanza di pertinenti prescrizioni, la competenza

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spetta al servizio specializzato della Confederazione o del Cantone competente per il settore specialistico a cui si riferiscono i geodati di base. 2 Nell’ambito del rilevamento e dell’aggiornamento dei geodati di base vanno evitati i doppioni. 3 Per il rilevamento e l’aggiornamento dei geodati di base sussiste libertà di metodo se è garantita la comparabilità dei risultati.

Art. 9 Garanzia della disponibilità 1 Il servizio competente per il rilevamento, l’aggiornamento e la gestione dei geodati di base garantisce la disponibilità duratura dei geodati di base. 2 Riguardo ai geodati di base di diritto federale, il Consiglio federale disciplina:

a. le modalità di archiviazione; b. le modalità e la periodicità di storicizzazione.

Sezione 3: Accesso e utilizzazione

Art. 10 Principio I geodati di base di diritto federale sono pubblicamente accessibili e possono essere utilizzati da chiunque, sempre che non vi si oppongano interessi pubblici o privati preponderanti.

Art. 11 Protezione dei dati Gli articoli 1–11, 16–25, 27, 33, 36 e 37 della legge federale del 19 giugno 19923 sulla protezione dei dati sono applicabili a tutti i geodati di base di diritto federale. Sono fatte salve prescrizioni derogatorie giusta gli articoli 12 capoverso 2 lettera c, 14 capoversi 1 e 2, nonché 32 capoverso 2 lettera d della presente legge.

Art. 12 Utilizzazione 1 Il servizio competente per il rilevamento, l’aggiornamento e la gestione dei geodati di base può subordinare ad autorizzazione l’accesso ai geodati di base di diritto federale, nonché la loro utilizzazione e trasmissione. L’autorizzazione è rilasciata mediante:

a. decisione; b. contratto; c. controlli organizzativi o tecnici dell’accesso.

3 RS 235.1

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2 Il Consiglio federale emana prescrizioni di dettaglio concernenti: a. l’utilizzazione e la trasmissione autorizzate; b. le linee fondamentali della procedura per la concessione dell’accesso e del-

l’utilizzazione; c. gli obblighi degli utenti, segnatamente per quanto concerne l’accesso e la

protezione dei dati in occasione dell’utilizzazione e della trasmissione dei dati;

d. l’aggiunta di indicazioni sulle fonti e di indicazioni cautelative; e. le eccezioni riguardo alla necessità di un’autorizzazione.

Art. 13 Geoservizi 1 Il Consiglio federale definisce i geoservizi di interesse nazionale e ne stabilisce i contenuti minimi. 2 Ai fini di un’interconnessione ottimale, emana prescrizioni sui requisiti qualitativi e tecnici per detti geoservizi. 3 Disciplina i geoservizi intersettoriali. 4 Può prescrivere che determinati geodati di base di diritto federale siano resi acces- sibili in forma elettronica mediante procedura di richiamo o secondo altre modalità, singolarmente o in relazione con altri dati. 5 Il servizio competente per il rilevamento, l’aggiornamento e la gestione dei geodati di base è competente per l’allestimento e l’esercizio di detti geoservizi.

Art. 14 Scambio tra autorità 1 Le autorità della Confederazione e dei Cantoni si accordano reciprocamente un accesso semplice e diretto ai geodati di base. 2 Il Consiglio federale disciplina i dettagli dello scambio dei geodati di base di diritto federale. 3 Lo scambio è indennizzato forfettariamente. La Confederazione e i Cantoni disci- plinano in un contratto di diritto pubblico le modalità e il calcolo dei pagamenti compensativi.

Art. 15 Emolumenti 1 La Confederazione e i Cantoni possono riscuotere emolumenti per l’accesso ai geodati di base e per la loro utilizzazione. 2 Armonizzano i principi tariffari per i geodati di base di diritto federale e per i geoservizi di interesse nazionale. 3 Il Consiglio federale disciplina gli emolumenti per l’accesso ai geodati di base della Confederazione e per la loro utilizzazione, nonché per l’utilizzazione dei geoservizi della Confederazione. Gli emolumenti comprendono:

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a. in caso di utilizzazione per uso proprio, al massimo i costi marginali e un adeguato contributo all’infrastruttura;

b. in caso di utilizzazione commerciale, i costi marginali e un contributo all’in- frastruttura e ai costi di investimento e di aggiornamento, adeguato all’uti- lizzazione.

Sezione 4: Catasto delle restrizioni di diritto pubblico della proprietà

Art. 16 Oggetto e forma 1 Sono oggetto del catasto le restrizioni di diritto pubblico della proprietà che, con- formemente alle disposizioni del Codice civile (CC)4, non sono menzionate nel registro fondiario. 2 Il Consiglio federale stabilisce quali geodati di base di diritto federale sono oggetto del catasto. 3 I Cantoni possono aggiungere al catasto geodati di base supplementari vincolanti per i proprietari. 4 Il catasto è reso accessibile in forma elettronica mediante procedura di richiamo o secondo altre modalità. 5 Il Consiglio federale stabilisce i requisiti minimi in materia di catasto relativamente all’organizzazione, alla tenuta, all’armonizzazione dei dati, alla qualità dei dati, ai metodi e alla procedura.

Art. 17 Efficacia giuridica Il contenuto del catasto è considerato noto.

Art. 18 Responsabilità La responsabilità per la tenuta del catasto è retta dall’articolo 955 CC5.

Sezione 5: Prestazioni commerciali della Confederazione

Art. 19 1 Il Consiglio federale può autorizzare servizi dell’Amministrazione federale a offrire a titolo commerciale geodati e ulteriori prestazioni nel settore della geoinfor- mazione per soddisfare desideri particolari dei clienti. 2 L’offerta di prestazioni commerciali deve essere in stretta relazione con il compito del servizio e non deve pregiudicarne l’adempimento.

4 RS 210 5 RS 210

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3 I servizi autorizzati offrono dette prestazioni commerciali in base al diritto privato. Stabiliscono i prezzi secondo le condizioni di mercato e rendono note le tariffe. I prezzi delle prestazioni commerciali devono, complessivamente, almeno coprire i costi e non possono essere ridotti grazie ai proventi derivanti dall’offerta di base del servizio.

Sezione 6: Obblighi di assistenza e di tolleranza

Art. 20 Assistenza nel rilevamento e nell’aggiornamento 1 I titolari di diritti su beni fondiari sono tenuti ad assistere i pubblici ufficiali e i terzi che agiscono su incarico della Confederazione o dei Cantoni nel rilevamento e nell’aggiornamento dei geodati di base. Essi devono segnatamente accordare a detti pubblici ufficiali:

a. l’accesso a fondi privati; b. previo annuncio, l’accesso in tempo utile a edifici; c. la facoltà di apporre, su fondi e a edifici, strumenti tecnici ausiliari per tutta

la durata del rilevamento e dell’aggiornamento; d. previo annuncio, la consultazione in tempo utile di dati e documenti privati e

ufficiali. 2 I pubblici ufficiali e i terzi incaricati possono, se necessario, ricorrere all’aiuto amministrativo ed esecutivo delle autorità locali. 3 Chi ostacola illecitamente il rilevamento e l’aggiornamento dei geodati di base assume i costi supplementari che ne risultano.

Art. 21 Protezione della materializzazione dei punti di confine e dei punti di misurazione

1 I titolari di diritti su beni fondiari sono tenuti a tollerare senza indennizzo l’apposi- zione provvisoria o permanente su fondi e a edifici di segni che materializzano punti di confine o punti di misurazione. 2 I segni che materializzano punti di confine o punti di misurazione possono essere menzionati nel registro fondiario. 3 Chi illecitamente sposta, rimuove o danneggia segni che materializzano punti di confine o punti di misurazione assume i costi per la sostituzione degli stessi e per i danni consecutivi.

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Capitolo 3: Misurazione nazionale

Art. 22 Compiti 1 La misurazione nazionale mette a disposizione geodati di riferimento della Confe- derazione per scopi civili e militari. 2 I suoi compiti comprendono segnatamente:

a. la definizione dei sistemi di riferimento geodetici, nonché l’allestimento, l’aggiornamento e la gestione dei quadri di riferimento;

b. la demarcazione e la misurazione dei confini nazionali; c. il rilevamento, l’aggiornamento e la gestione delle informazioni topografiche

per i modelli nazionali del paesaggio; d. l’approntamento delle carte nazionali.

3 Il Consiglio federale disciplina le competenze, l’organizzazione, la procedura e i metodi.

Art. 23 Estensione territoriale 1 La misurazione nazionale copre l’intero territorio della Confederazione Svizzera. 2 Se necessario, sono rilevati anche geodati di riferimento relativi alle zone limitrofe estere.

Art. 24 Determinazione dei confini nazionali 1 Il Consiglio federale può concludere autonomamente con Stati esteri accordi inter- nazionali sulla determinazione dei confini nazionali, purché tali accordi concernano unicamente rettifiche di tracciati di confini o altre modifiche territoriali minime. 2 Emana prescrizioni sulla procedura, segnatamente per quanto concerne la parteci- pazione dei Cantoni e dei Comuni interessati.

Art. 25 Carte nazionali 1 Le carte nazionali sono parte dei geodati di riferimento della Confederazione. 2 Il Consiglio federale disciplina l’allestimento, la pubblicazione e l’utilizzazione civile e militare delle carte nazionali. 3 I diritti d’autore risultanti dall’allestimento, dall’elaborazione e dall’aggiornamento delle carte nazionali appartengono alla Confederazione.

Art. 26 Atlanti nazionali, carte tematiche di interesse nazionale Il Consiglio federale può designare come compito federale l’allestimento di atlanti nazionali e di comparabili carte tematiche di interesse nazionale.

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Capitolo 4: Geologia nazionale

Art. 27 Compiti 1 La geologia nazionale mette a disposizione dell’Amministrazione federale e di terzi dati e informazioni geologici. 2 I suoi compiti comprendono segnatamente:

a. il rilevamento geologico del territorio nazionale; b. l’approntamento di dati geologici di interesse nazionale; c. la consulenza e l’assistenza a favore dell’Amministrazione federale relati-

vamente a questioni geologiche; d. l’archiviazione di dati geologici; e. il coordinamento delle attività geologiche a livello federale.

3 Il Consiglio federale disciplina le competenze, l’organizzazione, la procedura e i metodi.

Art. 28 Estensione territoriale 1 La geologia nazionale copre l’intero territorio della Confederazione Svizzera. 2 Se necessario, sono rilevati anche dati geologici relativi alle zone limitrofe estere.

Capitolo 5: Misurazione ufficiale

Art. 29 Compiti 1 La misurazione ufficiale assicura la disponibilità dei geodati di riferimento vinco- lanti per i proprietari e delle informazioni descrittive relative ai fondi. 2 I suoi compiti comprendono segnatamente:

a. il raffittimento dei quadri di riferimento geodetici; b. la demarcazione e la misurazione dei confini cantonali, distrettuali e comu-

nali; c. la demarcazione e la misurazione dei confini dei fondi; d. il rilevamento, l’aggiornamento e la gestione delle informazioni topografiche

relative ai fondi; e. l’allestimento del piano per il registro fondiario.

3 Il Consiglio federale disciplina le linee fondamentali della misurazione ufficiale, segnatamente per quanto concerne:

a. la demarcazione e la misurazione dei confini dei fondi; b. i requisiti minimi dell’organizzazione cantonale;

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c. l’alta direzione e l’alta vigilanza della Confederazione; d. la delimitazione concreta rispetto agli altri geodati di base.

Art. 30 Estensione territoriale La misurazione ufficiale copre l’intero territorio della Confederazione Svizzera.

Art. 31 Pianificazione e concretizzazione 1 Il Consiglio federale stabilisce la pianificazione a medio e a lungo termine della misurazione ufficiale. 2 La concretizzazione ha luogo sulla base di accordi di programma pluriennali tra la Direzione federale delle misurazioni catastali e i servizi competenti dei Cantoni. 3 Il Consiglio federale può emanare prescrizioni sui contenuti e sulla procedura per la conclusione degli accordi di programma.

Art. 32 Approvazione 1 La misurazione ufficiale deve essere approvata dal servizio cantonale competente. 2 Il Consiglio federale emana prescrizioni sulle linee fondamentali della procedura, segnatamente per quanto concerne:

a. i dati e i piani oggetto dell’approvazione; b. le condizioni per l’approvazione; c. la partecipazione di servizi della Confederazione; d. la pubblicazione preliminare; e. i diritti procedurali dei titolari di diritti su beni fondiari.

Art. 33 Estratti autenticati 1 Chiunque può farsi rilasciare dai servizi designati competenti dal Cantone estratti autenticati della misurazione ufficiale. 2 Per il rilascio degli estratti autenticati può essere riscosso un emolumento. 3 Il Consiglio federale emana prescrizioni sulle linee fondamentali della procedura, segnatamente per quanto concerne:

a. i contenuti e la struttura degli estratti autenticati; b. il rilascio in forma elettronica di estratti autenticati; c. i principi tariffari per gli emolumenti.

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Capitolo 6: Organizzazione Sezione 1: Competenza e collaborazione

Art. 34 Ripartizione dei compiti tra Confederazione e Cantoni 1 La Confederazione è competente per:

a. la misurazione nazionale; b. la geologia nazionale; c. l’orientamento strategico e l’alta direzione della misurazione ufficiale; d. l’alta vigilanza in materia di misurazione ufficiale; e. l’orientamento strategico del catasto delle restrizioni di diritto pubblico della

proprietà; f. l’alta vigilanza in materia di catasto delle restrizioni di diritto pubblico della

proprietà; g. il coordinamento e l’armonizzazione nel settore dei geodati di base di diritto

federale e dei geoservizi di interesse nazionale. 2 I Cantoni sono competenti per:

a. l’esecuzione della misurazione ufficiale; b. la tenuta del catasto delle restrizioni di diritto pubblico della proprietà.

3 Se un Cantone non adempie per tempo o adempie in maniera qualitativamente insufficiente i suoi compiti, il Consiglio federale può ordinare l’esecuzione sosti- tutiva previa ingiunzione e audizione del Cantone.

Art. 35 Partecipazione dei Cantoni e consultazione delle organizzazioni Nel quadro della preparazione di atti normativi federali rientranti nel campo d’ap- plicazione della presente legge e concernenti la competenza e gli interessi dei Can- toni, dei Comuni e delle organizzazioni partner, la Confederazione assicura in maniera adeguata la partecipazione dei Cantoni e la consultazione delle orga- nizzazioni partner.

Art. 36 Collaborazione internazionale 1 In collaborazione con altri Stati, la Confederazione promuove il coordinamento, l’armonizzazione e la standardizzazione nel settore della geoinformazione. 2 La Confederazione è competente per la collaborazione con altri Stati nel settore dei geodati di base di diritto federale. 3 Nell’ambito della loro sfera di competenza, i Cantoni possono collaborare diretta- mente con i servizi regionali e locali delle zone limitrofe estere, segnatamente scam- biare geodati e coordinare il rilevamento, l’aggiornamento e la gestione di geodati.

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Sezione 2: Finanziamento

Art. 37 Compiti di competenza della Confederazione La Confederazione assume il finanziamento dei compiti di cui all’articolo 34 capo- verso 1.

Art. 38 Misurazione ufficiale 1 La Confederazione e i Cantoni finanziano congiuntamente la misurazione ufficiale. I dettagli sono disciplinati in un’ordinanza dell’Assemblea federale. Questa ordi- nanza costituisce la base per i contributi globali della Confederazione stabiliti negli accordi di programma. 2 I costi per l’aggiornamento della misurazione ufficiale sono assunti dalla persona fisica o giuridica che li ha causati, sempre che quest’ultima sia identificabile. 3 I Cantoni assumono i costi non coperti né dai contributi globali della Confedera- zione né dagli emolumenti. Possono stabilire chi deve partecipare a tali costi residui. 4 La Confederazione finanzia l’esecuzione sostitutiva (art. 34 cpv. 3). Esige dal Can- tone negligente i costi rimanenti dopo la deduzione dei contributi globali convenuti.

Art. 39 Catasto delle restrizioni di diritto pubblico della proprietà 1 La Confederazione e i Cantoni finanziano congiuntamente il catasto delle restri- zioni di diritto pubblico della proprietà. La Confederazione concede ai Cantoni contributi globali sulla base di accordi di programma pluriennali tra il Dipartimento federale della difesa, della protezione della popolazione e dello sport e i Cantoni. 2 I costi dell’iscrizione e dell’aggiornamento di una restrizione della proprietà sono assunti dal servizio che l’ha decisa. 3 La Confederazione finanzia l’esecuzione sostitutiva (art. 34 cpv. 3). Esige dal Cantone negligente i costi rimanenti dopo la deduzione dei contributi globali con- venuti.

Sezione 3: Formazione e ricerca

Art. 40 Promozione della formazione 1 La Confederazione e i Cantoni promuovono la formazione nel settore della geo- informazione. 2 Provvedono affinché i cicli di formazione e i titoli di studio corrispondano, a tutti i livelli, allo stato della tecnica e della scienza.

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Art. 41 Ingegneri geometri 1 È autorizzato all’esecuzione autonoma di lavori relativi alla misurazione ufficiale chi ha superato con successo l’esame federale di Stato ed è iscritto nel registro degli ingegneri geometri. 2 Un’autorità federale composta di rappresentanti della Confederazione, dei Cantoni e delle organizzazioni professionali:

a. organizza gli esami di Stato; b. tiene il registro e rilascia o nega la patente; c. esercita la sorveglianza disciplinare sulle persone iscritte nel registro.

3 Il Consiglio federale emana prescrizioni di dettaglio concernenti: a. la formazione necessaria per l’ottenimento della patente; b. le condizioni tecniche e personali per l’iscrizione; c. la tenuta del registro e il rilascio della patente; d. la composizione, la nomina e l’organizzazione dell’autorità stessa; e. le competenze dell’autorità stessa e dell’Amministrazione; f. la radiazione dal registro e altre misure disciplinari; g. gli obblighi professionali delle persone iscritte nel registro; h. il finanziamento dell’esame di Stato, della tenuta del registro e delle altre

attività dell’autorità stessa.

Art. 42 Promozione della ricerca La Confederazione e i Cantoni promuovono la ricerca nel settore della geoinforma- zione.

Capitolo 7: Disposizioni finali

Art. 43 Valutazione 1 Entro sei anni dall’introduzione del catasto delle restrizioni di diritto pubblico della proprietà, il Consiglio federale ne verifica la necessità, l’adeguatezza, l’efficacia e l’economicità. 2 Il Consiglio federale presenta alle Camere federali un pertinente rapporto in cui propone le modifiche necessarie.

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Art. 44 Abrogazione e modifica del diritto vigente L’abrogazione e la modifica del diritto vigente sono disciplinate nell’allegato.

Art. 45 Coordinamento con la NPC Qualora la legge federale del 6 ottobre 20066 che emana e modifica atti legislativi per la nuova impostazione della perequazione finanziaria e della ripartizione dei compiti tra Confederazione e Cantoni (NPC) entri in vigore contemporaneamente o successivamente alla presente legge, la cifra II/1 NPC (art. 39 del Tit. fin. del CC7) diverrà priva d’oggetto.

Art. 46 Disposizioni transitorie 1 Durante dodici anni a partire dall’entrata in vigore della presente legge, il Consi- glio federale può disciplinare gli emolumenti derogando all’articolo 15 capoverso 3. 2 Il Consiglio federale stabilisce il calendario per l’introduzione del catasto delle restrizioni di diritto pubblico della proprietà. 3 Chi, al momento dell’entrata in vigore della presente legge, è autorizzato secondo il diritto federale all’esecuzione autonoma di lavori relativi alla misurazione ufficiale mantiene tale autorizzazione. Il Consiglio federale emana prescrizioni per il periodo di transizione sino all’iscrizione nel registro degli ingegneri geometri. 4 I Cantoni adeguano la loro legislazione in materia di geoinformazione entro tre anni dall’entrata in vigore della presente legge. Durante un periodo di transizione stabilito dal Consiglio federale, i Cantoni dovranno adeguare i geodati di base di di- ritto federale da essi gestiti ai requisiti qualitativi e tecnici ai sensi degli articoli 5 e 6 soltanto se:

a. il diritto internazionale o il diritto federale lo prescrivono in maniera impera- tiva;

b. si tratta di dati la cui base legale è stata creata con l’entrata in vigore della presente legge o successivamente;

c. rilevano nuovamente i dati; d. per la gestione dei dati, stabiliscono nuove basi tecnico-organizzative (banca

dati, hardware oppure software) che eliminano gli ostacoli a un adegua- mento.

6 RU 2007 5779. Entrata in vigore il 1° gen. 2008. 7 RS 210

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Art. 47 Referendum ed entrata in vigore 1 La presente legge sottostà a referendum facoltativo. 2 Gli articoli 16–18, 34 capoverso 1 lettere e ed f, nonché 39 sono posti in vigore dal Consiglio federale insieme con l’ordinanza del 2 settembre 20098 concernente il catasto delle restrizioni di diritto pubblico della proprietà. Il Consiglio federale determina l’entrata in vigore delle altre disposizioni.

Data dell'entrata in vigore: 1° luglio 20089 Art. 16–18, 34 cpv. 1 lett. e ed f, nonché art. 39: 1° ottobre 200910

8 RS 510.622.4. 9 DCF del 21 mag. 2008 (RU 2008 2807). 10 O del 2 set. 2009 (RU 2009 4721).

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Allegato (art. 44)

Abrogazione e modifica del diritto vigente

I

La legge federale del 21 giugno 193511 concernente l’allestimento di nuove carte nazionali è abrogata.

II

Il Codice civile12 è modificato come segue:

Art. 950

Tit. fin. art. 38 cpv. 1 e 2 … 2 Abrogato

Tit. fin. art. 3913, 41 cpv. 1 e 42 Abrogati

11 [CS 5 637; RU 1977 2249] 12 RS 210. Le modifiche qui appresso sono inserite nel testo menzionato. 13 Vedi art. 45 della L del 5 ott. 2007 sulla geoinformazione (RS 510.62).


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WIPO Lex No. CH334