Angesichts der Berichte über eine raffinierte E-Mail-Betrugsmasche, die Marken- und Patentanmelder weltweit im Visier hat, sollten Schutzrechtsinhaber äußerste Vorsicht walten lassen.
Derzeit versenden die Betrüger von sich aus E-Mails mit gefälschten Adressen — wie etwa admin@wipo-office.com —, um sich für die Weltorganisation für Geistiges Eigentum (WIPO) oder ein sonstiges Amt für geistiges Eigentum auszugeben, wie z.B. das Europäische Patentamt (EPA) oder das Amt für geistiges Eigentum der Europäischen Union (EUIPO).
Gewöhnlich wird in diesen E-Mails, die sich als offizielle Mitteilungen solcher Ämter tarnen, zur Zahlung von marken- oder patentbezogenen Dienstleistungen aufgefordert. Dies kann bei den Empfängern den Eindruck erwecken, dass bei Nichtzahlung ihre Schutzrechte gefährdet seien — mit dieser Taktik sollen die Opfer unter Druck gesetzt und zur Überweisung von Geld gedrängt werden.
Es wird darauf hingewiesen, dass keine der genannten Organisationen — ob WIPO, EPO oder EUIPO — durch unaufgefordert versandte E-Mails zur Leistung von Zahlungen auffordert oder vertrauliche Finanzdaten über inoffizielle Kanäle anfordert.
Hier sehen Sie ein Beispiel einer solchen E-Mail.
Bleiben Sie wachsam – schützen Sie sich und Ihr Unternehmen
- Prüfen Sie die E-Mail-Adresse des Absenders. Unsere E-Mail-Adressen enden stets mit @wipo.int – allerdings können E-Mail-Adressen gefälscht sein. Bewegen Sie daher den Cursor über die angezeigte E-Mail-Adresse, um zu überprüfen, ob die Adresse unverändert bleibt.
- Klicken Sie nicht auf Links oder Anhänge in verdächtigen E-Mails.
- Leisten Sie niemals Zahlungen nur aufgrund einer unaufgefordert zugesandten E-Mail-Aufforderung.
- Sprechen Sie das jeweilige IP-Amt über dessen Webseite direkt an, wenn Sie eine verdächtige Mitteilung erhalten.
- Melden Sie verdächtige E-Mails bei der Behörde für Internetsicherheit Ihres Landes und bei der Organisation, deren Identität vorgetäuscht wurde.
Wenn Sie glauben, von einem Angriff betroffen zu sein, kontaktieren Sie uns bitte.