Strahlungs-Energie-Konverter
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Strahlungs-Energie-Konverter zur
Umwandlung von atmosphärischer Strahlung in elektrischen Strom. Der Ener-
gieumwandlungsprozeß erfolgt unter Einbeziehung einer, (lokalen) Modulation des
Erdmagnetfeldes, daher wird dieses Verfahren im folgenden auch als Terra Energy
Magnetism Converter (TEMCon) bezeichnet.
Technischer Hintergrund für den Strahlungs-Energie-Konverter (TEMCon) sind die
Arbeiten von Nicola Tesla in den 30iger Jahren in den USA. Tesla befaßte sich in
dieser Zeit insbesondere mit der drahtlosen Nachrichten-und Energieübertragung.
Hierzu sei zunächst eine Energiebetrachtung für das System Sonne/Erde einschließ-
lich Ionosphäre und Van-Allen-Gürtel vorangestellt.
Gemäß dem heute üblichen Modell der Astrophysik wird die Sonne als Heißfusions-
reaktor betrachtet. Demnach sollen im Inneren der Sonne Kernfusionsprozesse
ablaufen, bei denen Wasserstoffkeme in Heliumkerne umgewandelt werden. Aus
dem dabei entstehenden Massendefekt (die Masse eines Heliumkerns ist geringer als
die seiner Einzelteile) von 4 Mio. Tonnen pro Sekunde wird Energie freigesetzt, die
das in der Sonne, enthaltene Gas auf eine sehr hohe Temperatur von mehreren
Millionen °C bringt.
Geht man nun von der aus optischen Messungen ermittelten Temperatur von 5800
°C auf der Sonnenoberfläche aus, so strahlt diese eine Leistung von 63 MW/m2 in
den Weltraum ab. Während einer Stunde wird also je m2 die Energie von 63. 000
kWh abgestrahlt. Der Radius der Erdbahn um die Sonne beträgt ungefähr 150 Mio.
km. Durch diese Distanz reduziert sich die mittlere Strahlungsleistung auf 1,37
kW/m2, dieser Wert wird als Solarkonstante bezeichnet. Die einstrahlende Energie
schwankt in Abhängigkeit von der Entfernung zwischen Sonne und Erde, Sonnen-
flecken und weiteren Eiriflüssen. Von dieser abgestrahlten Energie erreicht selbst bei
wolkenlosem Himmel in unserem Breitengrad nur ungefähr 1000 W/m2 die Erdober-
fläche, da durch Brechung, Streuung und Reflexion Verluste auftreten. Die höchste
extraterrestrische Strahlungsintensität liefert die Sonne im Bereich des W und des
sichtbaren Lichts. Weiterhin umfaßt das Sonnenspektrum die folgenden Wellen-
längenbereiche (geordnet nach zunehmender Wellenlänge) : Gammastrahlung, Rönt-
genstrahlung, UV-Strahlung, sichtbares Licht (VIS), Infrarot-Strahlung (Wärme-
strahlung), Radiofrequenzstrahlung und ELF-Strahlung (extra low frequency). Des
weiteren ist die kosmische Strahlung (Gammastrahlung, Neutronenstrahlung) zu
berücksichtigen, die den Van-Allan-Gürtel und die Ionosphäre der Erde beeinflußt.
Neben der Abstrahlung durch die Sonne müssen auch die Verhältnisse der Erde und
der sie umgebenden Bereiche betrachtet werden. Der Van-Allen-Gürtel ist eine gür-
telförmig um die Erde liegende Zone, in der Teilchenstrahlung sehr hoher Intensität
vorhanden ist. Der Strahlungsgürtel liegt rotationssymmetrisch zur erdmagnetischen
Achse wie eine Schale um die Erde und erstreckt sich etwa bis zu 45.000 km Höhe
über die Erdoberfläche.
Die größte Strahlungsintensität (Gammastrahlung und ionisierende Teilchenstrah-
lung in Form von hochenergetischen Elektronen und Protonen) herrscht in zwei
Zonen des van-Allan-Gürtels, gelegentlich auch als Zweistrahlungsgürtel bezeich-
net, etwa zwischen 1.000 und 6.000 km und zwischen 15.000 und 25.000 km über
der Erdoberfläche. Die Teilchenenergie der Elektronen (der sog. Fluss, engl. Flux)
liegt im Bereich von 1 bis 10 MeV, die entsprechende Energie der Protonen liegt im
Bereich von 10 bis 200 MeV. (Zusätzlich zu der o. g. elektromagnetischen Strahlung
emittiert die Sonne auch den sog. Sonnenwind, das sind elektrisch geladene und
ionisierte Teilchen, die von der Oberfläche der Sonne ausgehen und vor allem in den
Van-Allan-Gürteln der Erde absorbiert werden.)
Die Ionosphäre ist eine obere Schicht der Atmosphäre, zwischen 70 und 1.000 km
über dem Erdboden gelegen, die bereits reich an elektrisch geladenen Teilchen ist.
Durch ntürliche Strahlung von der Sonne und aus dem Kosmos werden hier immer
wieder Materiepartikel aufgeladen und wieder entladen. Speziell in der Nähe des
Nord-und Südpols, wo die Feldlinien des Erdmagnetfeldes trichterförmig und
besonders dicht liegen, kommt es dabei immer wieder zu großflächigen Entladun-
gen, die auch vom Erdboden aus zu beobachten sind und als Polarlicht (Nordlicht,
Südlicht) bezeichnet werden. Nur ein geringer Teil der im Sonnenwind enthaltenen
Energie ist tatsächlich als Polarlicht sichtbar. Der Sonnenwind erzeugt vor allem ein
sehr großes elektrisches Potential. Parallel zur Erdoberfläche fließt ein sehr großer
elektrischer Strom, etwa in derselben Region wie die Polarlichter, aber oft auch
etwas ausgedehnter. Dieser ionosphärische Strom wird als Elektrojet bezeichnet, und
er entspricht einem Stromfluß von etlichen tausend Ampere.
Die Elektronenkonzentration in den Schichten der Ionosphäre ist für die Reflexion,
aber auch für die Dämpfung der Kurzwellen verantwortlich. Sie reagiert sehr sen-
sibel auf die solare Aktivität.
Seit langem weiß man bereits, daß die elektrisch positiv aufgeladene Ionosphäre
einen Gegenpol zur negativ geladenen Erdoberfläche bildet und daß zwischen bei-
den ständig eine elektrische Spannung von ungefähr 300 kV bis zu 5 GV herrscht.
Diese Spannung entlädt sich u. a. durch Gewitter und sogenannte atmosphärische
Leckströme. Wie russische Wissenschaftler Mitte der 80iger Jahre festgestellt haben,
beträgt die Summe aller globalen Leckströme im jahreszeitlichen Mittel etwa 2000
A. Vereinfacht kann man dieses System Erde-Ionosphäre als einen Kugelkonden-
sator. beschreiben.
Tesla erzeugte bei seinen Experimenten hohe elektrische Spannungen von mehreren
hunderttausend Volt, mit denen er sogar künstliche Blitze erzeugen konnte. Er fand
dabei heraus, daß mit solchen Blitzen auch Radiowellen extrem niedriger Frequenz
(ELF) ausgestrahlt werden, die nahezu widerstandslos in die Erde ein-und durch
diese hindurchdringen können. Er hatte damit die elektromagnetische Resonanzfre-
quenz der Erde entdeckt, die im Bereich von 6 Hz liegt.
Zu den elektromagnetischen Prozessen in der oberen Atmosphäre :
Nachdem Flugzeugpiloten bereits seit Jahrzehnten von Blitzen oberhalb mächtiger
Gewitterwolken berichten, sind erst in den 90iger Jahren die sogenannten"Sprites"
entdeckt worden : Lichtblitze, die von Gewitterwolken nach oben gehen. Sprites sind
Lichtblitze, die in 70 Kilometer Höhe auf und ab springen-ein bisher in der Atmo-
sphärenphysik unbekanntes Phänomen. Diese Blitze gehen einher mit gewaltigen
Ausbrüchen von Kurzwellenstrahlung, die ihre Energie bis hinauf in die Ionosphäre
pumpen, 70 Kilometer über dem Erdboden. Einhergehend mit den Sprites gibt es
Ladungsausgleichsvorgänge in der unteren Atmosphäre, die als"gigantic jets"
bezeichnet werden. Zwischen 1989 und 2002 sind solche Entladungen von taiwane-
sischen Wissenschaftlern der National Cheng Kung University aufgenommen
worden. Über dem südchinesischen Meer besitzen solche Jets Abmessungen von bis
zu 40 km Breite und erzeugen karottenförmige Lichterscheinungen, die offenbar
negative Ladungen von Gewitterwolken hinauf in die Ionosphäre transportieren
(Nature 2003, Band 423, Seite 927).
Elektromagnetische Prozesse in der unteren Atmosphäre, sogenannte Sferics (abge-
leitet"atmospherics"), werden in der Meteorologie als kurze elektromagnetische
Impulse beobachtet. Sie entstehen, wenn sich Luftmassen aneinander reiben und es
zu elektrischen Entladungen kommt. Sie sind dadurch gekennzeichnet, daß sie
extrem kurz sind, eine typische Dauer zwischen 50 lls und einigen Millisekunden
besitzen und mit einem extrem breiten Spektrum auftreten. Auslöser für Sferics sind
meistens Blitze, die in Gewitterzellen auftreten, die mehr als 1000 km vom
Beobachter entfernt sind. Sferics breiten sich entlang der Magnetfeldlinien der Erde
aus. Sferics, die in Mitteleuropa aufgenommen werden, entstehen in Gewitter-
zentren, die in Südeuropa oder Afrika liegen. Ein solcher Gewitter-Sferic besitzt
seine höchste Amplitude im Frequenzbereich unter 10 kHz. Andere Sferics ent-
stehen im Vorfeld großer Gewitterzentren durch starke Luftmassenbewegungen, die
die magnetischen Feldlinien beeinflussen. Diese Sferics weisen ein relatives Maxi-
mum um 20 kHz auf und sind meist auf eine Frequenz unter 40 kHz begrenzt.
Will man zu den Atmosphärenprozessen nun halb-quantitativ eine Energiebilanz
aufstellen, so ergibt sich, daß in der oberen und mittleren Atmosphäre (höher als 50
km) so wie in dem Van-Allen-Gürtel eine erhebliche Menge bewegter Ladungs-
träger und oszillierender elektromagnetischer Felder vorhanden sind. Über deren
Energieinhalt liegen gegenwärtig nur Schätzungen vor, die in der Größenordnung
von 1 bis 100 kJ/m3 liegen. Dieser Energiegehalt wird mit dem vorliegenden Strah-
lungs-Energiekonverter (TEMCon) genutzt und in elektrische Energie für einen
Verbraucher umgewandelt. Neben dieser geschätzten Energiedichte werden mög-
licherweise zusätzlich noch weitere von der Sonne abgestrahlte Energie sowie kos-
mische Teilchenstrahlung genutzt, deren Eigenschaften in aktuellen Forschungs-
projekten der NASA (CERES, SARB, AIRS) seit dem Jahr 2002 mit untersucht
werden.
Nimmt man nun einen Wirkungsgrad von 40 % für den Energietransfer zum Erdbo-
den an, und eine Leistungsentnahme von 50 kW am Erdboden, so ergibt sich, daß
ein atmosphärisches Volumen von ungefähr 50 m3 erforderlich ist, um bei einer
mittleren Energiedichte von 5 kJ/m3 die nötige Energie aus der Ionosphäre zu ent-
nehmen. Ähnliche Überlegungen sind aus dem Stand der Technik bereits bekannt.
So befaßt sich US-Patent. 787, 412 von Nicola Tesla im Jahr 1900 mit einem Verstär-
kungssender, der elektrische Energie durch ein natürliches Medium ("ambiant
medium") sendet. Auch die Patente US 685,957 und 685,958 aus dem Jahre 1901
befassen sich mit der Nutzung von Strahlungselektrizität ("radiant electricity",
"radiant energy").
Die Verwendung von harmonisch modulierten, typischen elektrischen Signalen zur
Überschußenergieerzeugung und Energieumwandlung aus dem sog. Vakuumfeld
(Puthoff 1993, Phys. Rev. E 48/2,1562-1565, Haisch und Rueda 1998, The Zero-
Point Field and Inertia, Causality and Locality in Modern Physics, Kluwer
Academic Publishers (1998), 171-178) sind in den US-Patenten 5,208, 844,
4,394, 230 und 3,629, 521,3, 563,246, 3,726, 762 beschrieben.
Die US-Patente US 3,890, 548 und 4,595, 975 von Edwin Gray befassen sich mit der
Konstruktion und Anwendung einer"Kraftverstärkerröhre" (power conversion tube)
zum Antrieb von Elektromotoren mit Leistungen von 10 bis 50 kW. Dabei sollen
ebenfalls die auf die Arbeiten von Nikola Tesla zurückgehenden Strahlungsenergie-
Effekte ("radiant energy") genutzt werden.
Die oben bereits angesprochene, weitere von der Sonne abgestrahlte Strahlungs-
energie geht auf Überlegungen zurück, wonach elektromagnetische Wellen nicht
ausschließlich aus sogenannten transversalen elektromagnetischen Wellen bestehen.
Das Verhalten der transversalen elektromagnetischen Wellen wird durch ein System
von linearen, partiellen Differentialgleichungen beschrieben, die zeitliche und
räumliche Änderung der Felder E, H, D, B, der Ladungsdichte und der Stromdichte
beschreiben. Dieses grundlegende Gleichungssystem der Elektrodynamik wurde
zwischen 1853 und 1873 von J. C. Maxwell entwickelt ; nach seinem Tod 1879
wurde diese Beschreibung von H. Hertz, O. Heaviside und O. Lodge auf eine verein-
fachte Form gebracht, die heute unter dem Namen"Maxwellgleichungen"bekannt
sind. Eine allgemeingültige Notwendigkeit, die bekannten Phänomene der elektro-
magnetischen Wellen durch lineare Differentialgleichungen zu beschreiben, ist nicht
bekannt. Es gibt zahlreiche Ansätze, auch nicht-lineare elektromagnetische
Gleichungen zu betrachten. In häufig gewählten Ansätzen wird hier auf eine SU2-
Symmetrie für die Feldtheorie zurückgegriffen. Eine solche SU2-Symmetrie hat sich
bei der Beschreibung der elektro-schwachen Wechselwirkung als überaus erfolg-
reich erwiesen. Unterstellt man eine solche nicht-abelsche Eichgruppe, so entsteht
eine nicht-lineare Elektrodynamik. Zusätzlich zu den oben im Rahmen der klassi-
schen Elektrodynamik diskutierten transversalen elektromagnetischen Wellen,
transportieren dann auch nicht-transversale elektromagnetische Wellen Strahlungs-
energie (vgl. Energiestromdichte S, Poynting-Vektor). Beispielsweise besitzen
solche Feldtheorien als Lösung ihrer Wellengleichung auch longitudinale elektro-
magnetische Wellen kurzer Reichweite und longitudinale Magnetfelder. Auch
Solitonen, das sind nicht zerfließende Wellenpakete, treten als Lösung dieser Feld-
gleichungen auf und würden dementsprechend bei einer Anregung durch die in der
Sonne ablaufenden Kernreaktionen ebenfalls ausgesendet werden. Auch diese elek-
tromagnetische Strahlung transportiert zusätzlich zu der oben bereits diskutierten
Strahlung im Rahmen der klassischen Elektrodynamik Energie von der Sonne zur
Erde.
Es sei jedoch betont, daß die Annahme einer solchen Strahlungsenergie zur Zeit
noch nicht experimentell belegt ist und bei der vorliegenden Erfindung daher nicht
weiter betrachtet wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Strahlungsenergiekonverter zur
Umwandlung von atmosphärischer Strahlung, oszillierender atmosphärenelek-
trischer Felder und modulierter erdmagnetischer Felder in elektrischen Strom bereit-
zustellen, mit dem ein elektrischer Verbraucher dauerhaft betrieben werden kann.
Durch geeignete Dimensionierung der resonanzfähigen Baugruppen (Antenne, Spu-
lenanordnungen) und geeignete Festlegung von Treiberfrequenzen wird sicherge-
stellt, daß technische Systeme wie das 50/60 Hz-Stromversorgungsnetz, Kurz-
wellenfunk, Radiosender, Mobilfunknetze usw. unbeeinflusst bleiben.
Die Aufgabe wird durch den Strahlungsenergiekonverter gemäß Anspruch 1 gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen bilden den Gegenstand der Unteransprüche.
Der erfindungsgemäße Strahlungsenergiekonverter zur Umwandlung von atmo-
sphärischer Strahlung und elektromagnetischer Feldenergie der Ionosphäre in elek-
trischen Strom besteht im wesentlichen aus drei Schaltkreisen und zwei Steuervor-
richtungen, wie in Figur 4 dargestellt. In Figur 1 ist ein vereinfachtes Blockschalt-
bild zu sehen, mit minimierten Steuerfunktionen. Der Strahlungsenergiekonverter
besteht aus einem Hochfrequenz-Empfangskreis 110, einem im Bereich der Radio-
frequenz arbeitenden Speicherkreis 120, einem Niederfrequenz-Lastkreis 130, einem
Prozeßsteuergerät 150 mit Leitsystemanbindung und einer Betriebszustands-Steuer-
vorrichtung 160 für Start, Notabschaltung, Netzparallelbetrieb und Inselnetzbetrieb.
Die Spulenelemente aus Hochfrequenz-Empfangskreis, Radiofrequenz-Speicher-
kreis und Niederfrequenz-Lastkreis wirken durch die induktiven und/oder kapazi-
tiven Kopplungen der Spulenelemente untereinander als eine elektromagnetische
Baugruppe, die im folgenden als"Spulenresonator"bezeichnet wird.
DerHochfrequenz-Empfangskreis 10 ; 110 besitzt eine Antenneneinrichtung 18 ; 111
und eine mit dieser verbundene Koppeleinrichtung 20 ; 119, vorzugsweise eine Kop-
pelspule. Der Radiofrequenz-Speicherkreis 12 ; 120 besitzt eine Speicherspulen-
anordnung 22 ; 121 und einen mit dieser verbundenen Anregungsschaltkreis 24,26,
28 ; 126, 127, 128,129. Der Niederfrequenzlastkreis 14 ; 130 besitzt eine Entnahme-
spule 30 ; 131, die mit einem aktiven Schaltelement 32 ; 133a und einem Verbraucher
34 ; 135 verbunden ist.
Ein zusätzlicher Bestandteil der Speicherspulenanordnung im Radiofrequenz-
Speicherkreis 120 kann eine optionale Erdschlußkoppeleinrichtung 132 sein, die
spiegelsymmetrisch zur Koppeleinrichtung 119 des Hochfrequenz-Empfangskreises
110 ausgeführt ist. Die in der Erdschlußkoppeleinrichtung 132 über mehrere
Oszillationsperioden akkumulierte elektromagnetische Feldenergie wird über ein
geeignetes Schaltelement 133b gegen Masse oder Erde entladen. Die Schaltelemente
133a, 133b werden entweder über das Steuergerät 150 getriggert oder schalten
selbsttätig durch (d. h. frei schwingende Nahfeldkopplung). Die Oszillationsfrequenz
im Speicherkreis 120 beträgt das Mehrfache der Schaltfrequenz der Schaltelemente
133a, 133b. Die Triggersignale für die Schaltelemente im NF-Lastkreis werden von
dem Prozeßsteuergerät 150 erzeugt unter Einbeziehung von Sensordaten 151,152,
153 und Steuerungsalgorithmen die im Prozessor 158 ablaufen (dabei handelt es sich
bevorzugt um Regelungsalgorithmen auf der Grundlage sog. Zustandsrückführun-
gen).
Der beim Durchschalten der Schaltelemente 133a, 133b entstehende Spannungspuls
im Lastkreis 130 hat bedingt durch die Entnahmespule 131 einen Strompuls zur
Folge, der den Verbraucher 135 antreibt. Durch die pulsförmige Entladung und die
induktive Kopplung zwischen RF-Speicherspulenanordnung 121 und der Entnahme-
spule 131 wird die im RF-Speicherkreis oszillierende Blindleistung in Wirkleistung
im Lastkreis umgewandelt.
Weiteres Element des erfindungsgemäßen Strahlungsenergiekonverters ist eine Pro-
zeßsteuereinrichtung 150, die mit dem Empfangskreis 110, dem Speicherkreis 120
sowie dem Lastkreis 130 verbunden ist und die in den Kreisen auftretende Ströme
und Spannungen mißt. Weiterhin wird von der Prozeßsteuereinrichtung 150 das ak-
tive Schaltelement im Lastkreis sowie der Anregungsschaltkreis angesteuert.
Gekoppelt sind die drei Schaltkreise 110,120, 130 jeweils über ihre Spulen. Die
Kopplung von Empfangskreis und Speicherkreis erfolgt über die Koppelspule und
die Speicherspulen, während die Kopplung zwischen Speicherkreis und Lastkreis
über Speicherspulenanordnung und die Entnahmespule erfolgt. Die Funktionsweise
des Strahlungsenergiekonverters ist derart, daß durch den Anregungsschaltkreis die
Speicherspulenanordnung zu Schwingungen angeregt wird, die vorzugsweise, aber
nicht notwendig, induktiv auf die Koppelspule übertragen und an die Antennenein-
richtung 18 ; 111 weitergeleitet werden.
Zur Energieübertragung aus der Ionosphäre kann beispielsweise ein über die Anten-
neneinrichtung 18 ; 111 abgestrahltes Kurzwellen-Signal mit zusätzlicher Modula-
tion verwendet werden, um eine elektrisch leitfähige Verbindung (Kanal) bis zu den
Ionosphärengrenzscliichten aufzubauen (E-, F1-, F2-Schicht in 200 bis 300 km
Höhe). Auf diesem MHz-Trägersignal wird durch Amplitudenmodulation mit einem
geeigneten NF-Signal eine stehende Welle erzeugt. Über diese stehende Welle tritt
der Spulenresonator in Verbindung (Resonanz) mit elektrischen Schwingungen der
Ionosphäre. Der Spulenresonator nimmt auf diese Art kontinuierlich oder in periodi-
schen Bursts elektromagnetische Energie aus ionosphärischen Quellen auf, die auf
den Radiofrequenz-Speicherkreis 120 übertragen wird.
Zusätzlich wird die von der Antenneneinrichtung 18 ; 111 nach den bekannten
Antennengleichungen aufgenommene elektromagnetische Energie der hochfre-
quenten Strahlung durch die angeregte Koppelspule 119 auf die Speicherspulenan-
ordnung 121 und schließlich an den Entnahmekreis 130 weitergeleitet. Das aktive
Element in dem Entnahmeschaltkreis schaltet Verbraucher-und Entnahmespule der-
art, daß die für den Energiefluß notwendigen Resonanzen zwischen den Spulen
durch den Verbraucher nicht gestört werden.
Die Kopplung zwischen Empfangskreis und Speicherkreis erfolgt vorzugsweise
induktiv, zusätzlich kann noch eine kapazitive oder galvanische Kopplung hinzuge-
fügt werden. Ebenfalls ist die Kopplung zwischen Speicherkreis und Lastkreis
induktiv, wobei auch hier zusätzlich eine kapazitive oder galvanische Kopplung
vorgesehen werden kann.
Als wesentliches Element des Empfangskreises besitzt die Koppelspule eine Form
eines Kegels, z. B. eines Hyperboloiden. Hierbei handelt es sich um eine rohrför-
mige, längliche Spule, deren Längsschnitt die Form einer Kegels, z. B. einer Hyper-
bel aufweist. Mit anderen Worten, die geometrische Form einer Koppelspule ergibt
sich als Rotationskörper eines Dreieckskegels, einer Hyperbel oder einer Parabel.
Alternativ dazu kann die Koppelspule auch in Form eines Zylinders ausgeführt
werden, womit im Allgemeinen ein niedrigerer Wirkungsgrad und eine verringerte
Betriebsstabilität verbunden sind.
Eine Erdung der Koppelspule in dem Empfangskreis erfolgt vorzugsweise über
einen Masseschlußkondensator, wobei Resonanzabstimmungskriterien zu beachten
sind.
In einer bevorzugten Ausgestaltung ist der Empfangskreis 10 ; 110 mit Meßein-
richtungen 52 ; 151 versehen, die Strom und Spannung zwischen Antenne und Kop-
pelspule messen und an das Steuergerät weiterleiten. Zusätzlich kann im Empfangs-
schaltkreis noch eine Meßeinrichtung für die magnetischen Felder (Flußdichte) in
der Koppelspule vorgesehen sein. Auch diese Meßdaten werden an das Steuergerät
16 ; 150 für die Steuerung des Konverters weitergeleitet.
Der Empfangskreis besitzt zusätzlich mit dem Steuergerät verbundene Meßeinrich-
tungen, um Wetterdaten und elektromagnetische Impulse aus der Atmosphäre zu
messen. Aufgrund der Schwankungen der elektrischen und der erdmagnetischen
Energiedichte in der Atmosphäre sind diese Daten für die Steuerung des Energie-
konverters notwendig.
Wie bereits erwähnt, sind Koppelspule, Speicherspulenanordnung und Entnahme-
spule derart dimensioniert, daß die Koppelspule durch die Speicherspulenanordnung
und die Entnahmespule, vorzugsweise mit ihrer Eigenfrequenz, angeregt wird.
Die Antenneneinrichtung 18 ; 111 besitzt eine schmalbandige Resonanz, die bevor-
zugt oberhalb der Kurzwellenbänder liegt. Grundsätzlich ist der atmosphärische
Energieumwandlungs-und Resonanzprozeß möglich im Frequenzbereich zwischen
5 MHz und 50 MHz.
Das Speicherspulenelement bzw. die Speicherspulenanordnung, durch welches die
elektrische Energie von der Antenne zum Verbraucher fließt, besteht bevorzugt aus
zwei gekoppelten Spulen, von denen eine erste zur Kopplung an die Kopplungsspule
des Empfangsgeräts angeordnet und eine zweite mit der ersten gekoppelt ist. Die
Kopplung zwischen erster und zweiter Spule der Speicherspuleneinrichtung erfolgt
bevorzugt kapazitiv. Die erste Spule ist mit dem Anregungsschaltkreis des Speicher-
schaltkreises verbunden. Der Anregungsschaltkreis besitzt bevorzugt einen Spezial-
frequenzgenerator, der von dem Steuergerät angesteuert wird.
Der Speicherkreis besitzt mit dem Steuergerät verbundene Meßeinrichtungen für
Strom, Spannung und magnetische Flußdichte an der ersten und/oder zweiten Spule.
Auch diese Daten werden an das Steuergerät weitergeleitet.
Das aktive Schaltelement in dem Schaltkreis kann bevorzugt als elektrisch steuer-
bare Röhre ausgebildet werden. Es ist aber auch möglich, Halbleiterschaltelemente
hier einzusetzen.
Das Steuergerät steuert einen Spezialfrequenzgenerator in dem Speicherkreis derart
an, daß dieser die Speicherspulen mit einer Frequenz bzw. einer Mischung (additiver
Überlagerung) aus Frequenzen anregt, die den Empfangskreis zu einem Energiefluß
von der Antenneneinrichtung 18 ; 111 über die Koppelspule und die Speicherspule in
den Lastkreis anregt. Wie bereits eingangs erläutert, empfängt der Empfangskreis
mit seiner Antenneneinrichtung elektromagnetische Strahlung überwiegend im Fre-
quenzbereich zwischen 50 kHz und 50 MHz.
Das Steuergerät 16 ; 150 ist weiterhin derart ausgelegt, daß das aktive Element 32,
133 geschaltet wird, damit der Verbraucher 34,135 über die Entnahmespule 30,131
nicht den Energiefluß von Koppelspule zur Speicherspule stört. Es wird durch das
aktive Element 32,133 also vermieden, daß die für den Energiefluß notwendige
Resonanz zwischen Koppelspule (n) und Speicherspulenanordung 22,121 durch den
Verbraucher gestört wird.
Beispiele für die vorliegende Erfindung werden anhand der beiliegenden Figuren
näher erläutert :
Fig. 1 zeigt ein vereinfachtes Blockschaltbild mit HF-Empfangskreis, RF-
Speicherkreis und NF-Lastkreis,
Fig. 2 zeigt ein schematisches Schaltbild für die Ausführung der Schaltkreise
aus Fig. 1,
Fig. 3 gibt ein Beispiel für das aktive Schaltelement im Lastkreis von Fig. l,
Fig. 4 zeigt ein vollständiges Blockschaltbild mit HF-Empfangskreis, RF-
Speicherkreis, NF-Lastkreis, Prozeßsteuergerät und Betriebszustands-
steuerung,
Fig. 5 zeigt das schematische Schaltbild TSR-1 für die Ausführung der Schalt-
kreise aus Fig. 4,
Fig. 6 zeigt das schematische Schaltbild TSR-2 für die Ausführung der Schalt-
kreise aus Fig. 4,
Fig. 7 zeigt das schematische Schaltbild TSR-3 für die Ausführung der Schalt-
kreise aus Fig. 4, und
Fig. 8 a-c zeigen Formen der Koppelspulen im HF-Empfangskreis bzw. Formen
der optionalen Erdschlußkoppelspulen im RF-Speicherkreis.
Fig. 1 zeigt den Strahlungsenergiekonverter mit seinem Hochfrequenzempfangskreis
10, einem Radiofrequenzspeicherkreis 12, einem Niederfrequenz-Lastkreis 14 und
einem Steuergerät 16. Der Empfangskreis 10 besitzt eine Antenne 18 sowie eine mit
dieser verbundene Koppelspule 20. Bei dem dargestellten Beispiel handelt es sich
um eine 1800 mm lange Stabantenne. In dem Steuergerät 16 laufen die Meßsignale
der Meßeinrichtungen 52,54 und 56 zusammen.
Fig. 4 zeigt den Strahlungsenergiekonverter mit seinem Hochfrequenzempfangskreis
110, einem Radiofrequenzspeicherkreis 120, einem Niederfrequenz-Lastkreis 130,
einem Prozeßsteuergerät 150 und einem Betriebszustandssteuergerät 160. Der
Empfangskreis 110 besitzt eine Antenne 111 sowie eine mit dieser verbundene
Koppelspule 119. In dem Prozeßsteuergerät 150 laufen die Meßsignale der Meßein-
richtungen 151,153, und 154 zusammen. Die Bauteile sind wie folgt bezeichnet :
Baugruppenbeschreibung zur Figur 4 (vollständiges Blockschaltbild)
Hauptschaltkreise
110= Empfangskreis
120 = RF-Energiespeicherkreis (Flachspulenbaugrupen des Spulenresonators)
130 = Lastkreis
150 = Steuergerät mit Leitsystemanbindung
160 = (Kalt-) Startvorrichtung mit Speicherbatterie
Einzelbaugruppen im Empfangskreis 110
111 = Antenne
112 = Filterbaugruppe, optional mit Antennenspule
119 = Koppeleinrichtung (z. B. Kegelspule oder Flachspule + Zusatzbau-
gruppen)
151 a = Sensoren zur Messung von Spannung und Strom zwischen Antenne und
Koppelspule
151b = Sensoren zur Messung von Spannung, Strom und magnetischer Felder
an der Filterbaugruppe
151c = Sensoren zur Messung der magnetischen Felder an der Koppelein-
richtung
151d = Meßeinrichtungen für Wetterdaten
15 le = Meßeinrichtungen für elektromagnetische Impulse aus der Atmosphäre
(Sferics)
Einzelbaugruppen im RF-Energiespeicherkreis 120
121 = Speicherspulenanordung des Spulenresonators bestehend aus Flach-
spulenbaugruppen und Kegelspulen
122a = obere Flachspulen der Speicherspulenanordung 121
122b = obere Flachspulen der Speicherspulenanordung 121
123 = Röhrenelement z. B. Plasmaröhre
125 = Signalkonditionierungsspulen für Röhrenelement 123
126 = Spezialfrequenzgenerator
127= Mischer
128 = Nadelpulsgenerator
129= Verstärker
152= Sensoren
Einzelbaugruppen im Lastkreis 130
131 = Energieentnahmespule
132 = optionale Erdschlussspule (n), i. d. R. ausgeführt als Kegelspule (n)
133a, b = aktive Schaltelemente
135= Verbraucher wie z. B. Lastmotor
136 = Steuergerät für Verbraucher mit Schnittstelle zur Betriebszustands-
steuerung 160
138 = Generatonnodul erzeugt Wechselstrom mit drehzahlabhängiger Fre-
quenz
153 = Sensoren
154 = Schaltvorrichtungen zur galvanischen Trennung z. B. Relais, Schütz
Prozeßsteuergerät mit Leitsystemanbindung 150
155a = Steuerausgänge zum HF-Empfangskreis 110, insbes. Filter 112
155b = Steuerausgänge zum RF-Speicherkreis 120
155c = weitere Steuerausgänge
156 = Messeingänge
157a = Schnittstelle zur Notabschaltung
157b = Schnittstellenmodul zum übergeordneten Leitsystem 170 und
zur Betriebszustandssteuerung 160
158 = Prozessor (MCU, DSP) mit RAM
159 = Nichtflüchtiger Programm-und Datenspeicher z. B. HDD, Flashdisk
Betriebszustandssteuerung 160 mit Startvorrichtung und Speicherbatterie
161 = Starter mechanisch z. B. pneumatisch oder"Handkurbel"
162 = Starter elektrisch ("Anlasser")
163 = Energiekonditionierungsmodul (erzeugt sinusförmigen Strom mit Netz-
frequenz 50 Hz und Netzspannung 230 V)
165 = Netzsynchronisierungsmodul (für Netzparallelbetrieb bzw. Einspeisung,
Anpassung der Phasenlage der Ausgangswechselspannung auf die Phase
des Versorgungsnetzes)
166 Batteriespeicher (n x 12 V, je ca. 40 Ah)
167= Notabschaltung elektrisch
168 = Notabschaltung mechanisch
Übergeordnetes Leitsystem
170 = Schnittstellenmodul des externen Leitsystems
180 = Steuerungsmodul des externen Leitsystems (Sollwertvorgabe, Steuerbe-
fehle)
190 = Energiekonditionierungsmodul des externen Leitsystems
Für die Antennen kann beispielsweise eine Stabantenne aus Kupfer/Alu-
minium/Eisen/V2A eingesetzt werden, die einen Durchmesser von 2 bis 35 mm und
eine Länge von 1200 bis 2500 mm besitzt. Eine solche Stabantenne besitzt bei einer
Länge von 1800 mm eine Resonanzfrequenz von 41.67 MHz nach dem \/4-Krite-
rium (für Antennenlänge L = 1800 mm =,/4-)- = 7.2 m-"f=c/=
41.67 106 Hz = 41. 67 MHz).
In einem zweiten Beispiel wird eine Stabantenne aus Kupfer/Aluminium/Eisen/V2A
mit einem Durchmesser von 2 bis 35 mm und einer Länge von 1800 mm verwendet,
die mit zwei parallelen Kupferlackdrähten mit einem Durchmesser von ungefähr 0,8
bis 1,5 mm umwickelt ist. Alle 8 bis 25 cm ist parallel zwischen diesen ein Konden-
sator mit einer Kapazität von 10 pF bis 100 nF geschaltet. Auch ist es möglich, statt
eines Kupferlackdrahts Kupferlitze mit Isolierung zu verwenden. In einer weiteren
möglichen Ausgestaltung ist die Stabantenne mit zwei Cadeus-förmig zueinander-
liegenden Leitungen aus Kupfer-Lackdraht umwickelt, die zusätzlich alle 8 bis 25
cm mit parallel geschalteten Keramik-oder Folienkondensatoren kapazitiv gekop-
pelt sind. Auch hier können wieder alternativ zu dem Kupfer-Lackdraht Kupfer-
drähte oder-litzen mit Isolierung eingesetzt werden, die einen größeren Durch-
messer von ungefähr 1,2 bis 3 mm besitzen..
Ein weiterer Ansatz für die Antenne ist eine sogenannte Djed-Hohlraumantenne aus
Kunststoffrohr und Aluminiumrohr mit einem Durchmesser von 10 bis 40 mm und
einer Länge von 600 bis 2000 mm, die mit zwei parallelen Leitungen aus Kupfer-
lackdraht umwickelt ist. Auch hier ist es wieder möglich, diese in der vorgenannten
Art kapazitiv miteinander zu koppeln. Zusätzlich wird bei der Djed-Hohlrauman-
tenne der Innenraum des Hohlrohres abwechselnd mit zylinderförmigen Form-
stücken oder Mineralien-Kunstharzgußstücken aus einem oder mehreren der folgen-
den Mineralien gefüllt :
- Siliziumoxid-Kristalle als Quarz oder Quarzite, z. B. Bergkristall, (Rosen-)
quarzit, Amethyst
- Ferrit, z. B. Zink-Mangan-Ferrit mit Korngrössen (Maximum) zwischen 10 llm
bis 500 Am,
-Granit-Glimmer,
- Alkali-Halogenid-Kristalle. oder Kristallite mit kubischen Kristallgitter wie
Cäsiumchlorid (einfach kubisches Kristallgitter), Natriumchlorid (kubisch
flächenzentriertes Kristallgitter), Kaliumfluorid, die bevorzugt aus natürlichen
Vorkommen stammen.
Diese säulenartig in dem Rohr aufeinandergeschichteten Mineralienstücke dienen
bei geeigneter Anregung als elektromagnetische Torsionswellen-bzw. als XHF-
Resonator (extrem high frequency).
Eine weitere Möglichkeit für die Ausgestaltung der Antenneneinrichtung 18 ; 111
besteht darin, eine Stickfire-Antenne zu verwenden, wie sie beispielsweise über die
Firma Stickfire erworben werden kann. Bevorzugt sind NI innere Spulensegmente
aus Kupfer-Lackdraht (Durchmessercu ungefähr 0, 8 bis 2 mm, N gleich 10 bis 50,
Spulenbreite L1 gleich 10 mm bis 100 mm, Spule optional mehrlagig) mit seriell
geschalteten, wechselstromtauglichen Kondensatoren (Kapazität C ungefähr 10 pF-
100 nF). Die Kondensatoren können unterschiedliche Kapazitäten Ci haben.
Auch ist es möglich, eine sogenannte Stickfire-Djed-Antenne vorzusehen, bei der
zusätzlich ein Kristallresonator in dem inneren Hohlraum vorgesehen ist. Die Länge
der als Kristallresonatoren eingesetzten Mineralienstücke beträgt hierbei ungefähr
bevorzugt 10 bis 50 mm.
In einer weiteren Ausführung ist es auch möglich, polierte, isolierte, ebene Metall-
platten aus Kupfer/Aluminium/Eisen/V2A mit einer Dicke von 0,5 bis 2 mm einzu-
setzen, die bevorzugt Abmessungen von 20 x 20 bis 100 x 100 cm besitzen. Die
Metalloberfläche kann mit einem geeigneten Flächenfraktal strukturiert werden, um
die Antennenwirkung zu verbessern.
Eine solche Antenneneinrichtung 18 ist mit der Koppelspule 20 verbunden. Die
Koppelspule 20 besitzt eine Kegelform. Im Falle eines hyperbolischen Kegels ist die
Außenlinie durch eine gleichseitige Hyperbel gegeben. Die gleichseitige Hyperbel
(YZ = X2-AZ) besitzt einen Hyperbelparameter von A = 1 bis 5 cm. Alternativ kann
auch die gleichseitige Hyperbel der Form Y = A'/X mit dem Hyperbelparameter A'
= 1 bis 5 cm2 verwendet werden (in der Literatur auch als sog."verkürzte Hyperbel"
bezeichnet). Die Höhe der hyperbolischen Koppelspule beträgt bevorzugt 5 bis 25
cm, wobei der Durchmesser der Koppelspule 5 bis 60 cm beträgt. Die Spulen-
wicklung besteht aus Kupferdraht oder Litze mit einem Durchmesser von 0,5 bis 5
mm und einer Windungszahl von 10 bis 350. Hergestellt wird eine solche hyperbo-
lische Koppelspule auf einem hyperbolischen Kegel-Formkörper.
Der Radiofrequenzspeicherkreis 12 ; 120 besitzt eine Speicherspulenanordung 22 ;
121, die in dem Beispiel in Fig. 2 aus ein oder zwei Flach-oder Zylinderspulen
besteht, deren Basisfrequenz (Eigenresonanz) im Bereich zwischen 100 kHz bis 2
MHz liegt. Die Feinabstimmung der Eigenresonanz erfolgt durch seriell gegen
Masse geschaltete Kondensatoren.
Eine Pulsanregung der Speicherspulenanordung 22 ; 121 erfolgt durch einen Spezial-
Frequenzgenerator 24 ; 126, bei einer Basisfrequenz und mehreren daraus abgeleite-
ten Frequenzen. Die Mehrfachfrequenzen werden in einem Signalmischer 26 ; 127
additiv gemischt und über einen Verstärker 28 ; 128 verstärkt und an die Speicher-
spulenanordung 22 ; 121 weitergeleitet.
In einer Ausgestaltung sind die Flachspulen in der Speicherspulenanordung 22 ; 121
als archimedische Spirale ausgelegt, deren Kurvenlinie durch die folgende
Gleichung in Polarkoordinaten gegeben ist
F (r, A x r x 0, wobei 0 < 2 7r.
Für den Spiralparameter (Ganghöhe) wird als Parameter bevorzugt A = 0,5 bis 3
eingesetzt. Der Innendurchmesser der archimedischen Spiralspule beträgt 0,2 bis 10
cm, der Außendurchmesser 5 bis 80 cm. Die Spulenwicklungen werden aus Kupfer-
draht oder Litze hergestellt mit einem Durchmesser von 0,6 bis 5 mm, die Win-
dungszahl beträgt 10 bis 300, wobei die Spule auf eine Grundplatte mit geeigneter
Dielektrizitätskonstante montiert ist. In einer weiteren Ausgestaltung besitzt die
Entnahmespule einen RF-Kern (amorphes Metall, beispielsweise Metglas @ der Fa.
Höneywell) und eine spezielle geometrische Resonanzabstimmung. Weiter alterna-
tiv kann die Speicherspule einen stromdurchflossenen Kern besitzen.
Der Spezialfrequenzgenerator 24 ; 126 dient zur Pulsanregung des Spulenresonators
bzw. der Speicherspulenanordnung 22 ; 121 und besitzt in dem dargestellten Beispiel
fünf Kanäle mit separaten Frequenzen im Bereich von 20 Hz bis 250 kHz. Die
Spannungsamplituden liegen im Bereich von 1 mV bis 1000 mV und auf TTL-Pegel
(OV/5V). Die Ausgangsimpedanz beträgt z. B. 50 Ohm und ist angepaßt auf die Ein-
gangsimpedanz des nachgeschalteten Verstärkers 128. Die Signalform kann beliebig
eingestellt werden, insbesondere auf Sinus-, Rechteck-, Dreieck-und TTL-Recht-
eck-Form.
Der mit 26 ; 127 bezeichnete Mischer kann zusätzlich auch einen Nadelpulsgenerator
129 enthalten, der für die Erzeugung kurzer DC-Pulse im Bereich von 10 ns bis 100
ns Dauer vorgesehen ist. Optional kann der Nadelpulsgenerator auch als separates
Gerät ausgeführt sein.
Wenn kein Nadelpulsgenerator verwendet wird, dann besitzt der Verstärker 28
bevorzugt ungefähr die folgenden Kenndaten :
Frequenzgang : 10 Hz bis 400 kHz
Eingangsimpedanz : 50 Ohm (ggf. 10 kOhm umschaltbar)
Eingangssignalpegel : 1 mV bis 1000 mV
Ausgangsleistung : 200 W bis 600 W/2 Ohm (bei 200 kHz)
Ausgangsspannung (Spitze-Spitze) : 20 V-300 V/0,5 Ohm (bei 200 kHz)
Ausgangsstrom : bis 10 A
Anschlußspannung : 230 V AC (50 Hz Netzstrom)
Ausgangsspannung einstellbar : 12 V bis 75 V (Vspitze-Spitze)
Leistungsaufnahme ca. 1000 W bei 600-800 W Ausgangsleistung
Der Niederfrequenzlastkreis (14 ; 130) besitzt eine Entnahmespule 30 ; 131. Hierbei
handelt es sich um eine oder mehrere Flach-, Ring-oder Zylinderspulen mit wenigen
Windungen (in Summe 2 bis 20 Windungen), deren Basisfrequenz (Eigenresonanz)
auf einer Subharmonischen der RF-Speicherspulenanordung 22,121 liegt, im
Bereich zwischen 500 Hz bis 25 kHz. Die Feinabstimmung erfolgt durch einen
parallel zur induktiven Last geschalteten Kondensator. Für diesen ist eine
Spannungsfestigkeit bis ca. 400 V erforderlich.
Aufgebaut ist die Energieentnahmespule aus einem Kupferdraht mit einem Durch-
messer von 1 bis 10 mm oder einem Kupferweichrohr mit einem Außendurchmesser
von 8 mm bis 16 mm. Der Spulendurchmesser der Niederfrequenzenergie-
entnahmespule ist größer als der Spulendurchmesser der Radiofrequenzspeicher-
spule. Als Montageträger ist hier eine Platte aus Plexiglas (Polyacryl), Hartpapier,
anderen Kunststoffen oder schwer entflammbarem Kompositwerkstoff vorgesehen.
Die Entnahmespule 30,131 ist mit einem aktiven Element 32,133a gekoppelt, mit
dem ein Verbraucher 34,135 verbunden ist. Obwohl das aktive Element verschieden
ausgelegt werden kann, beispielsweise auch durch Halbleiterelemente, wird
nachfolgend der Aufbau mit Hilfe der Röhrentechnik beschrieben. Die Verbindung
zwischen Entnahmespule 30,131 und dem aktiven Element 32,133a ist vor-
zugsweise galvanisch, kann optional auch als induktive Kopplung aufgebaut sein.
Ein solcher Aufbau ist insbesondere vorteilhaft im Hinblick auf die hohen Energie-
dichten : P/A < 5 kW/cm2, I/A < 500 Ampere/cm2, wobei A die Querschnittsfläche
für die Plasmaentladung ist.
Ein Beispiel für das aktive Schaltelement wird näher mit Bezug auf Fig. 3 erläutert.
Fig. 3 zeigt ein Glasrohr 34, das einen Durchmesser von ungefähr 25 bis 100 mm,
bei einer Länge von 100 bis 500 mm, besitzt. Die Dicke der Glaswand beträgt hier-
bei bevorzugt ungefähr 5 mm. Gehalten wird das Glasrohr 34 zwischen zwei
Gummiauflagen 36 jeweils am Rohrende. Die Gummiauflagen 36 sind wiederum
auf Plexiglasplatten 38 der Abmessung von ungefähr 200 x 200 mm mit einer Dicke
von 10 mm angeordnet oder auf Aluminiumabschlußkappen (Vakuumtechnik) mit
eingeschliffener Kontaktfläche. Die Platte 38 ist mit Bohrungen für die entsprechen-
den Anschlüsse versehen. Der Innenraum des Glasrohrs 34 wird über eine Pumpe 40
mit einem Gasgemisch, beispielsweise aus Helium und Argon, gefüllt.
Angeordnet in dem Glasrohr ist eine Trägerplatte 44, die die Elektroden 46 trägt.
Zwischen den Elektroden 46 ist ein Steuergitter 48 angeordnet. Die Anschlüsse für
das Steuergitter 48 sind nicht dargestellt. Zur besseren Abstimmung des aktiven
Elements 32 ist eine Elektrode in ihrer Position über einen ansteuerbaren Schritt-
motor 50 verstellbar. Hierdurch können neben der Gitteransteuerung die Schalt-
eigenschaften des aktiven Elements an die Erfordernisse angepaßt werden. Die
Ansteuerung des aktiven Schaltelements 32 erfolgt über das Steuergerät 16. Nicht
dargestellt in Fig. 3 ist eine Notabschaltung, beispielsweise durch eine Zwangsbe-
lüftung oder eine schnelle, mechanische Elektrodentrennung.
Fig. 2 faßt den elektrischen Aufbau des Strahlungsenergiekonverters und des
Steuergeräts noch einmal. zusammen : Zwischen Antenne 18 und Koppelspule 20
werden Strom und Spannung und die magnetische Flußdichte mit den Meßsensoren
58, 60 und 62 abgegriffen. Ferner werden elektromagnetische Effekte in der Atmo-
sphäre (z. B. Sferics) über Meßeinrichtungen 64 gemessen oder von externen
Meßeinrichtungen (nicht dargestellt) empfangen. Ebenso werden Wetterdaten 66
gemessen oder weitergeleitet. Die Koppelspule 20 ist mit einer Speicherspulen-
anordnung 22 verbunden, die aus einer ersten Spule 68 und einer zweiten Spule 70
besteht, die über einen Kondensator 72 miteinander gekoppelt sind. Die erste Spule
68 wird durch den Verstärker 28 und den Mehrfrequenzgenerator sowie den Mischer
26 angeregt.
Die Entnahmespule 30 ist mit dem aktiven Element 32 verbunden, das in Fig. 2 als
Röhrenelement dargestellt ist. In der Röhre sind die Löschspuleneinrichtungen 74
schematisch dargestellt. Das aktive Schaltelement 32 und die Spule 30 sind mit
einem Verbraucher 76 verbunden. Zur Steuerung des Energiekonverters wird die
über den Verbraucher 76 abfallende Spannung 78 und der Stromfluß 80 gemessen.