Assistenzsystem zur Auswahl von Strecken
Die Erfindung betrifft ein Assistenzsystem zur Auswahl von
Strecken gemäß Oberbegriff des Anspruchs 1.
Die DE 43 44 369 C2 beschreibt ein Assistenzsystem zur Auswahl
einer Strecke mit einer Rechnereinrichtung, einer Speicherein-
richtung und einer Ein-und Ausgabeeinrichtung,, wobei jede
Strecke durch abgespeicherte fahrtbeeinflussende Streckenpara-
meter beschrieben ist, und wobei nach der Eingabe von vorgege-
benen Kriterien mittels einem Vergleich der fahrtbeeinflussen-
den Streckenparameter eine bestimmte Strecke von der Rech-
nereinrichtung ausgewählt und über eine Ausgabeeinrichtung
ausgegeben wird, wobei als Kriterien ein besonders niedriger
Energieverbrauch oder eine möglichst kurze Fahrzeit vorgegeben
werden können.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Assistenzsystem zur Auswahl
von Strecken anzugeben, welches eine differenziertere Suche
nach einer Strecke mit vorgegebenen Streckeneigenschaften er-
möglicht, wodurch der Komfort für den Benutzer bei der
Streckenauswahl verbessert wird.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
Die Unteransprüche betreffen vorteilhafte Aus-und Weiterbil-
dungen der Erfindung.
Der Hauptgedanke der Erfindung besteht darin aus den fahrtbe-
einflußenden Streckenparametern, die beispielsweise in Form
von verschiedenen Attributen in einer digitalen Karte
abgespeichert sind, makroskopische Streckenmerkmale zu
berechnen und die Strecken mittels diesen makroskopischen
Streckenmerkmale zu klassifizieren und dann durch Eingabe von
gewünschten makroskopischen Streckenmerkmalen eine bestimmte
Strecke durch einen Vergleich der makroskopischen Strecken-
merkmale zu suchen und auszuwählen.
Wesentliche fahrtbeeinflussende Streckenparameter sind bei-
spielsweise topographische Parameter wie Kurvenradien und Nei-
gungen, verkehrsregelnde Parameter wie Geschwindigkeitsbegren-
zungen, Überholverbote und Vorfahrtsregeln, bauliche Parameter
wie Fahrspuranzahl, Straßentyp (Bundesautobahn, Land-und
Ortsstraßen) Fahrbahnbreite und Streckeneinsicht. Die
fahrtbeeinflußenden Streckenparameter werden beispielsweise
durch Stichprobenfahrzeuge in Form von FCD (floating car data)
quasikontinuierlich erfaßt, aufbereitet und abgespeichert.
Zudem können andere Quellen, beispielsweise Straßenbauämter,
Straßenpläne, Karten usw., für die Erfassung der
fahrtbeeinflußenden Streckenparameter verwendet werden. Die
kontinuierlich erfaßten fahrtbeeinflussenden Streckenparameter
ergeben eine detaillierte Streckenbeschreibung, die für
Simulationen, Berechnungen oder sonstige Auswertungen sehr
hilfreich sind. Ein Vergleich zweier Strecken oder eine
Klassifizierung ist aufgrund der Datenmenge aber nur schwer
möglich.
Deshalb werden erfindungsgemäß aus den fahrtbeeinflussenden,
erfaßten Streckenparametern makroskopische Streckenmerkmale
definiert und berechnet. Anhand der makroskopischen
Streckenmerkmale ist dann ein Vergleich zweier Strecken anhand
weniger Kennzahlen oder eine Charakterisierung einer Strecke
oder die Suche nach neuen Strecken mit ähnlichen makro-
skopischen Streckenmerkmalen sehr einfach möglich.
Aus den oben aufgeführten kontinuierlich erfaßten fahrtbeein-
flussenden Streckenparametern werden als makroskopische
Streckenmerkmale beispielsweise die horizontale Linienführung
(Kurvigkeit, Kurvenanteil, Klassifizierung der Linienführung),
die vertikale Linienführung (mittlere Neigung, Steigungs-und
Gefälleanteile, maximale Neigung), die abschnittsgültige
Prozentanteile für Geschwindigkeitsbegrenzungen,
Überholverbote, Straßentyp und Fahrspuranzahl, die
Häufigkeiten von ortsgültigen Merkmalen für
Vorfahrtsregelungen (Ampeln, Stoppschilder, etc.) und die
dynamisierte Pilotgeschwindigkeit (Mittelwert und Varianz
sowie positive Geschwindigkeitsdifferenzen) berechnet.
Durch die makroskopischen Streckenmerkmale können auch beson-
dere Benutzerwünsche, die der Benutzer beispielsweise in Form
von Zahlenbereiche für die Kennzahlen der makroskopischen
Streckenmerkmale angibt, berücksichtigt werden. So ist es
beispielsweise möglich, daß ein Motorradfahrer den Wunsch hat,
eine Strecke mit einer bestimmten horizontalen Linienführung-
mit vielen Kurven-zu finden, oder ein Gespannfahrer (Fahrzeug
mit Wohnwagen) möchte eine bestimmte horizontale und vertikale
Linienführung (wenig Kurven und wenig Neigungsänderungen)
vorgeben. Zudem kann das erfindungsgemäße Verfahren für die
Auswahl von Teststrecken zur Fahrzeugerprobung verwendet
werden, in dem bestimmte makroskopische Streckenmerkmale für
eine Testfahrt vorgegeben werden.
Durch einen Vergleich der makroskopischen Streckenmerkmalen
der gesuchten Strecke, die in Form von Kennzahlen angegeben
sind, werden Strecken mit ähnlichen makroskopischen Strecken-
merkmalen gesucht, wobei dem Benutzer die Strecken, die den
gewünschten Kriterien am nächsten kommen, als empfohlene
Strecke ausgegeben werden, so können beispielsweise die ersten
drei Strecken ausgegeben werden. Dabei ist es unerheblich ob
der Benutzer eine bestimmte Strecke von A nach B zurücklegen
will oder ob er für Testzwecke oder zum Spaß irgendeine
Strecke befahren will, die den gewünschten makroskopischen
Streckenmerkmalen am nächsten kommt. Zudem ist es vorstellbar,
daß der Benutzer eine bestimmte Entfernung von einem
Ausgangspunkt vorgeben kann, innerhalb der die gesuchte
Strecke liegen soll.
Bei einer weiteren Weiterbildung der Erfindung ist das Assi-
stenzsystem zur Auswahl einer Strecke Teil eines
Navigationssystems, wobei das Navigationssystem zur Auswahl
einer Strecke zwischen einem Startpunkt und einem Zielpunkt
aus mehreren alternativ möglichen Strecken auf das
Assistenzsystem zugreift, um die optimale Strecke zwischen dem
vorgegebenen Start und Zielpunkt auszuwählen und für die
weitere Zielführung zu verwenden, wobei die Auswahl zusätzlich
zu bekannten vorgegebenen Kriterien, wie beispielsweise
niedriger Verbrauch, schnellstmögliche Verbindung oder
kürzeste Entfernung zwischen Start und Zielpunkt, auch von der
Vorgabe von makroskopischen Streckenmerkmalen abhängig ist.
Als Eingabe-und Ausgabeeinrichtungen für das Assistenzsystem
können bei dieser Ausführung die entsprechden Einrichtungen
des Navigationssystems verwendet werden. Zudem ist es möglich
die berechnete dynamisierte Pilotgeschwindigkeit zur
Berechnung der voraussichtlichen Fahrzeit für eine Strecke
bzw. einen Streckenabschnitt zu verwenden.
Bei einer besonders vorteilhaften Ausführung der Erfindung
werden die makroskopischen Streckenmerkmale für beliebig lange
Teilstrecken (Längenintervalle), beispielsweise für Längenin-
tervalle von 1 km Länge, oder auch für eine Gesamtstrecke von
A nach B berechnet und abgespeichert.
Für Testfahrten bei der Fahrzeugerprobung können bestimmte ma-
kroskopische Streckenmerkmalsintervalle vorgegeben werden,
z. B. um die Bauteilbelastung aufgrund der Streckenführung zu
maximieren, oder um eine belastungsäquvalente neue Strecke zu
finden, dann wird innerhalb der erfaßten Strecken nach Teil-
strecken gesucht, deren makroskopische Streckenmerkmalswerte
innerhalb der vorgegebenen Intervallgrenzen liegen.
Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiels der Erfindung anhand
der Zeichnungen näher beschrieben. Es zeigen :
Fig. 1 Blockschaltbild eines Assistenzsystems zur Streckenaus-
wahl
Fig. 2 Berechnung der Kurvigkeit einer Strecke
Fig. 3 Mittlere Neigung eines Streckenabschnitts
Fig. 4 Geschwindigkeits-und Streckendifferenzen bei beschleu-
nigter Bewegung
Fig. 5 Dynamisiertes Pilotgeschwindigkeitsprofil mit Beschleu-
nigungs-und Verzögerungskurven
Wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, umfaßt das Assistenzsystem zur
Auswahl von Strecken, eine Rechnereinrichtung 1, eine
Speichereinrichtung mit den erfaßten Streckenparametern 2,
beispielsweise eine CD-ROM mit entsprechenden
Leseeinrichtungen, eine Speichereinrichtung zum Abspeichern
der ermittelten makroskopischen Streckenmerkmale 3, eine
Eingabeeinrichtungen 4 und eine Ausgabeeinrichtungen 5, welche
auch in einer Einheit zusammengefaßt sein können.
Nachfolgend wird mit Hilfe der Fig. 2 bis 5 beschrieben wie
die makroskopischen Streckenmerkmale von der
Rechnereinrichtung 1 ermittelt werden.
Durch statistische Auswertung und Klassifizierung der kontinu-
ierlich erfaßten Streckenparameter besteht die Möglichkeit,
makroskopische Streckenmerkmale zu bestimmen. Anhand der
makroskopischen Streckenmerkmale können verschiedene Strecken
besser beschrieben und objektiv verglichen werden. Für zwei
verschiedene Strecken werden die makroskopischen
Streckenmerkmale für bestimmte Streckenabschnittslängen,
sogenannte Längenintervalle, berechnet. Die Berechnung läßt
beliebig große Längenintervalle zu. Standardmäßig wird in der
ein Längenintervall von einem Kilometer zugrunde gelegt. Somit
können einerseits Streckenprofile der makroskopischen
Streckenmerkmale dargestellt werden, andererseits können zwei
Teilstrecken, über die sich die Längenintervalle komplett
erstrecken, anhand der makroskopischen Streckenmerkmale
objektiv verglichen werden. Erstrecken sich Längenintervalle
über die Gesamtstrecken zwischen A und B, können diese
verglichen und beschrieben werden.
Die makroskopischen Streckenmerkmale werden nach der
horizontalen und vertikalen Linienführung, den
abschnittsgültigen und ortsgültigen makroskopischen
Streckenmerkmalen sowie der dynamisierten Pilotgeschwindigkeit
gegliedert.
In den folgenden Berechnungen wird mit si die
Streckendifferenz zwischen zwei Meßpunkten der kontinuierlich
erfaßten Streckenparameter bezeichnet. Zur Berechnung der
makroskopischen Streckenmerkmale in einem Längenintervall
werden so viele Meßpunkte der kontinuierlich erfaßten
Streckenparameter herangezogen, daß deren Streckendifferenzen
dem Längenintervall entsprechen. Die Bestimmung von n ist
mathematisch wie folgt definiert :
n-1 n
E si < Längenintervall <_ s
i=l i=l
(Bedingung 1)
Die horizontale Linienführung beeinflußt die Geschwindigkeits-
wahl, die Geschwindigkeitsschwankungen und somit die Wahl der
Gänge und den Kraftstoffverbrauch des Fahrzeugs. Der Verbrauch
wird zusätzlich erhöht, wenn die Lenkunterstützung (Servo) bei
kurvenreichen Strecken stark beansprucht wird. Der Mehrver-
brauch kann je nach Art der Lenkunterstützung bis zu 8% betra-
gen. Der Verlauf einer Trasse im Lageplan wird durch die
makroskopischen Streckenmerkmale Kurvigkeit, Kurvenanteil und
Klassifizierung der Linienführung beschrieben.
Die Kurvigkeit ist die Summe der absoluten Winkeländerungen
pro Längeneinheit in gon/km (Es gilt : 400 gon (Neugrad) = 360°
(Winkelmaß) = 2s (Radialmaß)). Fig. 2 veranschaulicht die Be-
rechnung der Kurvigkeit.
Die Kurvenradien für Links-und Rechtskurven werden durch
positive und negative Werte dargestellt. Tritt eine
Kurventypänderung in der Trassenführung ein, z. B. Wechsel von
einer Links-in eine Rechtskurve, so wird der durch die Kurve
bedingte Winkel ai der gesamten Richtungsänderung anhand
zweier Tangenten berechnet :
StreckendifferenzSì...
= αi (Winkeländerung im Radialma#)<BR>
<BR>
Kurvenradius Ri
Die entsprechende Winkeländerung ßi in Neugrad [gon] ergibt
sich zu :
<BR>
<BR>
<BR>
<BR>
<BR>
ßi = 200 x αi = 200 x si<BR>
<BR>
<BR>
<BR>
<BR>
# # Ri
Zur Berechnung der Kurvigkeit im Längenintervall wird die
Summe der absoluten Winkeländerungen durch die Summe der
Streckendifferenzen si dividiert und in gon/km normiert :
n
IM M
Kurvigkeit [gon/km] = i=1 x 1000 [m/km]
! =1
(n gemäß Bedingung 1)
Der Kurvenanteil ist der prozentuale Längenanteil der Kurven
am Längenintervall. Dabei werden nur Kurven mit Radien kleiner
als 500 m berücksichtigt, weil bei größeren Radien
fahrdynamisch i. d. R. kein Streckeneinfluß auf die
Fahrgeschwindigkeit besteht.
Die horizontale Linienführung wird nach den Kriterien weit und
stetig, eng, aber stetig oder unstetig und eng klassifiziert.
Die Klassifizierung der horizontalen Linienführung wird mit
Hilfe der Kurvigkeit und dem Anteil der Kurven wie aus Tabelle
1 ersichtlich festgelegt.
Tab. 1 : Klassifizierung der horizontalen Linienführung
Es gilt Prüfung Klasse
Weit
Kurvigkeit < 250 gon/km und
stetig
Kurvigkeit < 350 gon/km
oder
oder eng,
Kurvigkeit > 250 gon/km Kurvigkeit < 5 x aber
Kurvenanteil + stetig
100 gon/km
Kurvigkeit > 350 gon/km
und
-unste-
Kurvigkeit > 5 x tig und
Kurvenanteil + eng
100 gon/km
Der Kurvenanteil muß berücksichtigt werden, da bei gleicher
Kurvigkeit die gefahrenen Geschwindigkeiten mit sinkendem Kur-
venanteil tendenziell fallen. Ein niedriger Kurvenanteil
bedeutet, daß sich zwar mehr Geraden in einem Abschnitt
befinden, aber wegen der gleichen Kurvigkeit die Kurven im
Mittel enger sein müssen, so daß das Fahrverhalten insgesamt
unstetig wird. Ab 600 gon/km ist die Linienführung generell
unstetig.
Weite und stetige Trassenführungen erlauben das Befahren des
Streckenabschnitts mit einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit
außerhalb geschlossener Orte von 100 km/h ohne daß sich die
Linienführung geschwindigkeitsdämpfend auswirkt.
Enge, aber stetige Linienführungen führen zu konstanter Fahr-
weise ohne große Beschleunigungs-bzw. Verzögerungsphasen auf
einem Geschwindigkeitsniveau unterhalb der zulässigen
Höchstgeschwindigkeit. Die Linienführung wirkt sich hierbei
geschwindigkeitsdämpfend aus.
Strecken mit unstetiger und enger Linienführung haben einen
erheblichen Einfluß auf die Geschwindigkeitswahl, wobei
infolge ungünstiger Radienrelationen große
Geschwindigkeitsdifferenzen auftreten können. Häufige
Verzögerungs-und Beschleunigungsvorgänge kennzeichnen den
Verlauf.
Die Geschwindigkeiten auf Landstraßen werden auch durch die
vertikale Linienführung beeinflußt. Maximalgeschwindigkeiten
werden fahrzeugunabhängig bei 2% Gefälle erreicht, bei
Steigungen ab 4% nehmen die Geschwindigkeiten stetig ab,
dagegen steigt die Gleichförmigkeit des
Geschwindigkeitsverlaufs. Steigungen belasten den gesamten
Triebstrang vom Kühler bis zu den Radseitenwellen und
beeinflussen den Verbrauch erheblich. Bei Gefälle werden
hauptsächlich die Bremsen belastet. Die vertikale
Linienführung wird durch die makroskopischen Streckenmerkmale
mittlere Neigung, Steigungs-und Gefälleanteile sowie den
maximalen Neigungen beschrieben.
Die mittlere Neigung beschreibt die Tendenz einer Fahrt auf
einem Streckenabschnitt. Erstreckt sich das Längenintervall
über einen kompletten Rundkurs, ist die mittlere Neigung
trivialerweise annähernd null. Bei der Fortbewegung eines
Fahrzeugs treten die beiden Energieformen Bewegungsenergie
(kinetische Energie) und Lageenergie (potentielle Energie) in
Erscheinung. Das Befahren von Steigungen erfordert Hebearbeit,
in Gefällabschnitten kann diese Arbeit wieder zurückgewonnen
werden. Die Energiebilanz eines Fahrzeugs wird mit Hilfe der
mittleren Neigung bestimmt, welche zwischen Anfangs-und
Endpunkt eines Längenintervalls ermittelt wird, siehe Fig. 3.
Die Punkte A und B bilden die Anfangs-bzw. Endhöhe des darge-
stellten Längenintervalls. Zur Ermittlung der mittleren
Neigung zwischen den beiden Punkten wird folgende Formel
verwendet :
mittlere Neigung [%] = 100 x= 100 x tan a
= 100 x tan (arcsin h)
g
Bei physikalischen und technischen Berechnungen ist für Winkel
bis 10°, dies entspricht etwa 17% Steigung oder Gefälle, die
Näherung : sin (a) tan (a) za zulässig. Deshalb können auch die ge-
ringen Längenunterschiede zwischen g und Ax vernachlässigt
werden und somit auch die Längenunterschiede zwischen g und
der tatsächlich gefahrenen Strecke s. Es gilt näherungsweise :
mittlere Neigung [%] = 100 x tan (arcsin#h)
s
Die Steigungs-und Gefälleabschnitte werden anhand fahrdynami-
scher Erfahrungen und Berechnungen in je vier Klassen einge-
teilt. Dabei sind die Einflüsse auf gefahrene
Geschwindigkeiten und Gangwahl die wesentlichen Kriterien,
siehe Tabelle 2.
Tab. 2 : Steigungsklassen über Geschwindigkeits-und Gangbeein-
flussung
Klasse Einflüsse auf
gef. Geschwin-Gangwahl
digkeit
0-2%--
2-5% gering
5-8% stark gering
>8% stark stark
Das makroskopische Streckenmerkmal Steigungs-und Gefällen-
teile beschreibt die prozentualen Längenanteile der Steigungs-
und Gefälleklassen am Längenintervall. Für alle Streckendiffe-
renzen si im Längenintervall wird die mittlere Neigung ermit-
telt und den oben genannten Klassen zugeordnet. Aus der Summe
der Streckendifferenzen jeder Klasse werden ihre prozentualen
Längenanteile am Längenintervall ermittelt.
Innerhalb eines Längenintervalls werden die maximale Steigung
und das maximale Gefälle bestimmt. Diese sind Maße für die
hervorgerufenen Spitzenbelastungen.
Die kontinuierlich erfaßten Streckenparameter
Geschwindigkeitsbegrenzung, Überholverbot, Straßentyp und
Spurenanzahl gelten für verschieden lange Streckenabschnitte.
Die entsprechenden makroskopischen Streckenmerkmale sind die
prozentualen Längenanteile dieser Abschnitte am gesamten
Längenintervall.
Die Geschwindigkeitsbegrenzungen werden explizit durch
Schilder oder implizit vorgegeben. Implizite
Geschwindigkeitsbegrenzungen sind beispielsweise die zulässige
Höchstgeschwindigkeit für alle Kraftfahrzeuge von 50 km/h
innerhalb geschlossener Ortschaften und außerhalb
geschlossener Ortschaften für Kraftfahrzeuge bis 3,5 t 100
km/h und für Kraftfahrzeuge mit höherem Gesamtgewicht 60 km/h.
Für Abschnitte mit gleicher, explizit oder implizit vorgegebe-
ner Höchstgeschwindigkeit wird der prozentuale Längenanteil am
Längenintervall bestimmt. Diese Berechnung wird für alle ge-
setzlich üblichen Höchstgeschwindigkeitsvorgaben (30 km/h, 40
km/h, 50 km/h, 60 km/h, etc.) durchgeführt.
Sich häufig ändernde Geschwindigkeitsbegrenzungen beeinflussen
die Geschwindigkeitswahl, die Ganghäufigkeiten und den Ver-
brauch, da normalerweise bei der Einfahrt in einen
geschwindigkeitsbeschränkten Bereich ein Fahrzeug abgebremst
und bei der Ausfahrt wieder beschleunigt wird. Umgekehrt führt
eine ausgedehnte Geschwindigkeitsbegrenzung zu einem eher
ruhigen verbrauchsmindernden Fahrstil. Diese Effekte werden
durch die weiter unten definierte dynamisierte
Pilotgeschwindigkeit genauer erfaßt.
Der prozentuale Längenanteil der Überholverbote am
Längenintervall wird als makroskopisches Streckenmerkmal
bestimmt. Die Überholverbote werden durch Schilder und mit
durchgezogenen Leitlinien gekennzeichnet.
Das Fahren in Überholverbotszonen bedingt ein gleichmäßigeres
Fahren als in überholverbotsfreien Abschnitten. In letzteren
ist, aufgrund von vermehrten Überholaktivitäten, mit höheren
Beschleunigungen und Geschwindigkeiten zu rechnen und somit
mit höheren Motordrehzahlen. Daraus resultieren
Triebstrangbelastungen, veränderte Ganganteile und ein höherer
Verbrauch.
Die einzelnen Straßentypen des bundesdeutschen Straßennetzes
werden nach Ortsstraßen, Landstraßen und Bundesautobahnen
klassifiziert. Das makroskopische Streckenmerkmal besteht aus
den prozentualen Längenanteilen jedes Straßentyps (Land-bzw.
Ortsstraßen oder Autobahnen) am Längenintervall. Im Gegensatz
zu Außerortsfahrten bedingen Ortsdurchfahrten eine langsamere
Fahrweise, außerdem tritt eine größere Häufung von
Vorfahrtsregelungen (z. B. Ampeln, Zebrastreifen etc.) und
sonstigen Verkehrsflußstörungen auf. Geschwindigkeiten,
Beschleunigungen und Gänge in Ortschaften können stärker
schwanken, dies hat vor allem Auswirkungen auf die
Triebstrangbelastung, Ganganteile, Gangwechselhäufigkeiten und
Verbrauch.
Das deutsche Außerortsstraßennetz besteht zu mehr als 90% aus
einspurigen Straßen. Die weiteren Anteile verteilen sich
hauptsächlich auf zweispurige Straßen, eher seltener treten
drei-und mehrspurige Straßen auf. Jede Fahrspuranzahl (l-, 2-
oder 3-und mehrspurig) in eine Fahrtrichtung bildet eine
Klasse. Das makroskopische Streckenmerkmal ist der prozentuale
Längenanteil jeder Klasse am Längenintervall.
Mehrere Spuren in eine Fahrtrichtung lassen in der Regel ein
Erreichen der individuell angestrebten Wunschgeschwindigkeit
über längere Zeiträume zu. Überholvorgänge sind zwar häufiger,
normalerweise aber nicht durch so starke Beschleunigungsvor-
gänge und Geschwindigkeitsänderungen gekennzeichnet wie bei
Überholvorgängen auf Gegenspuren. Mehrspurige Straßen verursa-
chen deshalb einen gleichmäßigeren Geschwindigkeitsverlauf auf
höherem Niveau, große Anteile der hohen Gänge mit wenigen
Gangwechseln und geringere Triebstrangbelastungen wegen der
moderaten Beschleunigungsvorgänge. Dies führt bei gleichen
Reisegeschwindigkeiten zu geringeren Verbräuchen als bei
einspurigen Straßen.
Bei der kontinuierlichen Erfassung der Streckenparameter
werden die ortsgültigen Parameter Vorfahrt-achten, Stop,
Ampel, Rechts-vor-links, Zebrastreifen und Bahnübergang
ereignisgesteuert erfaßt. An diesen Stellen muß die
Geschwindigkeit häufig erheblich reduziert werden. Als
makroskopisches Streckenmerkmal wird für alle ortsgültigen
Parameter die Häufigkeit pro Kilometer definiert.
Die dynamisierte Pilotgeschwindigkeit beschreibt die gefahrene
Geschwindigkeit in Abhängigkeit von den gesetzlich
vorgegebenen Höchstgeschwindigkeiten, den
Kurvengeschwindigkeiten und den im Verkehr üblichen
Beschleunigungen und Verzögerungen. Äußere Verkehrseinflüsse,
wie vorausfahrende Fahrzeuge, Ampeln etc. werden nicht
berücksichtigt.
Die Pilotgeschwindigkeit weist definitionsbedingt Geschwindig-
keitssprünge auf, siehe Fig. 5, die nur durch unendliche Be-
schleunigungen und Verzögerungen eines Fahrzeugs erreicht wer-
den. Deshalb wird eine dynamisierte Pilotgeschwindigkeit be-
rechnet, die im Verkehr übliche mittlere Beschleunigungen und
Verzögerungen berücksichtigt. Aus der dynamisierten Pilotge-
schwindigkeit werden als makroskopische Streckenmerkmale eine
mittlere dynamisierte Pilotgeschwindigkeit, eine Varianz der
dynamisierten Pilotgeschwindigkeit und eine Geschwindigkeits-
differenz der dynamisierten Pilotgeschwindigkeit berechnet.
Diese makroskopischen Streckenmerkmale beeinflussen die Trieb-
strangbelastung, Ganganteile, Gangwechselhäufigkeiten und
Bremsen, bedingt durch starke Schwankungen der
Geschwindigkeiten mit Beschleunigungs-und Abbremsvorgängen.
Im Folgenden werden die Berechnungsvorschriften für die
Pilotgeschwindigkeit und die dynamisierte Pilotgeschwindigkeit
beschrieben.
In der Richtlinie für die Anlage von Straßen, werden
Mindestradien vorgegeben, die nicht unterschritten werden
dürfen, damit eine Straße mit einer geplanten
Entwurfsgeschwindigkeit sicher und komfortabel durchfahren
werden kann. Bei trockener Fahrbahn können die
Entwurfsgeschwindigkeiten bis zu 20% überschritten werden, da
die Fahrer die vorgesehene Sicherheitsredundanz teilweise
kompensieren.
Bei Kurvenfahrten wirkt die geschwindigkeits-und
kurvenradienabhängige Querbeschleunigung auf Fahrer und
Fahrzeug. Bei weiten, schneller gefahrenen Kurven mit großen
Radien werden nicht so große Querbeschleunigungen akzeptiert
wie bei engen, langsamer gefahrenen Kurven. Hier fühlt sich
der Fahrer aufgrund der geringeren Geschwindigkeit sicherer
und läßt größere Querbeschleunigungen zu. Für einen
Normalfahrer können akzeptierte Querbeschleunigungen von 0,15
bis 0,4 g angenommen werden. Die akzeptierte
Querbeschleunigung hängt auch vom Fahrer ab, denn erfahrene
Formel-l-Fahrer fahren bis an die Grenze der Querbe-
schleunigung von 0, 95 bis 1, 0 g, die der Normalfahrer als
unangenehm und risikoreich empfindet. Die radien-und
querbeschleunigungsabhängige Kurvengeschwindigkeit wird für
einen Normal-und Formel-l-Fahrer für die i-te
Streckendifferenz wie folgt berechnet :
Zuerst wird die akzeptierte Querbeschleunigung eines Fahrers
über den"beanspruchten seitlichen Reibwert ui"bestimmt. Die-
ser nimmt mit zunehmenden Radien immer mehr ab. Dadurch wird
der Effekt der abnehmenden Querbeschleunigung bei weiten,
schnell durchfahrenen Kurven modelliert.
Zur Berechnung des beanspruchten seitlichen Reibwertes pi für
Normalfahrer kann folgende Regressionsgleichung aufgestellt
werden, die den Entwurfsgeschwindigkeitsansatz und die Ergeb-
nisse von gemessenen Kurvengeschwindigkeiten berücksichtigt :
Der beanspruchte seitliche Reibwert des Formel-l-Fahrers wird
mit konstant 0,9 festgelegt. Wenn ui feststeht kann die
Kurvengeschwindigkeit vi auf trockener Straße wie folgt
berechnet :
pi = seitlicher Reibwert, Ri = Kurvenradius [m],
g = Erdbeschleunigung [m/s2]
Bei Strecken mit engen Kurvenradien ist die angestrebte
Kurven-geschwindigkeit oft kleiner als die gesetzlich
vorgegebene Höchstgeschwindigkeit. Um die angestrebte
Geschwindigkeit auf einer Streckendifferenz zu ermitteln, wird
das Minimum aus der gesetzlichen Geschwindigkeitsbegrenzung
und der oben beschriebenen fahrerabhängigen
Kurvengeschwindigkeit gebildet. Dieses Minimum wird als
Pilotgeschwindigkeit bezeichnet. Die Pilotgeschwindigkeit wird
für den Normalfahrer und den Formel-l-Fahrer bestimmt. Dabei
wird für die Minimumbildung jeweils die entsprechende
Kurvengeschwindigkeit herangezogen.
Da auf Autobahnen nur eine generelle Richtgeschwindigkeit von
130 km/h besteht, würden die Pilotgeschwindigkeiten nur aus
den autobahntypischen großen Kurvengeschwindigkeiten gebildet.
Um extrem hohe Pilotgeschwindigkeiten zu vermeiden, wird auf
Autobahnen eine Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h vorgegeben.
Zur Vermeidung der Geschwindigkeitssprünge werden Geschwindig-
keitsdifferenzen Avi zugrundegelegt, die bei im Verkehr übli-
chen Beschleunigungen von 1 m/s2 und Verzögerungen von-2 m/s2
innerhalb einer Streckendifferenz si möglich sind. Zunächst
wird aus den Bewegungsgesetzen die Berechnung der Strecken-
und Geschwindigkeitsdifferenzen hergeleitet.
Fig. 4 beschreibt bei einer beschleunigten Bewegung die Weg-
und Geschwindigkeitsänderung in einem Zeitintervall. Die
Fläche unter dem Graphen entspricht der Streckendifferenz si
beim Beschleunigen von vi-1 auf vi zwischen den Zeitpunkten
ti-1 und ti. Es ergeben sich folgende Zusammenhänge :
Avi=ax Ati (Gleichung 1)
si=sci+#si=#i-1##ti+1/@a##ti2
2 (Gleichung 2)
#i=#i-1+##i (Gleichung 3)
Durch Substitution von Ati in Gleichung 2 ergibt sich Avi zu :
(Gleichung 4)
Gleichung 3 gilt für positive und negative Beschleunigungen,
mit der Randbedingung : Vi-12 + 2aAsi > 0. Aus den Gleichungen
3 und 4 ergibt sich folgendes vi :
(Gleichung 5)
Für eine Rückwärtsrechnung gilt für vi-1 :
(Gleichung 6)
Die dynamisierte Pilotgeschwindigkeit vdi wird daraufhin wie
folgt berechnet :
Zunächst werden die Pilotgeschwindigkeiten vpi, aus dem
Minimum der gesetzlichen Geschwindigkeitsbegrenzung und der
fahrerabhängigen Kurvengewschindigkeit berechnet. Für alle
negativen Pilotgeschwindigkeitssprünge werden mit Gleichung 6
die Ausgangsgeschwindigkeiten vi-m (m > l) bis etwa 400 m bei
üblichen Verzögerungen rückwärts berechnet, die zu diesem vpi
führen. Es ergeben sich die gestrichelt dargestellten
Verzögerungskurven in Fig. 5. Auf 400 m Streckenlänge können
bei Verzögerungen von-2 m/s Geschwindigkeitsabnahmen bis zu
144 km/h realisiert werden. Größere Sprünge bei der
Pilotgeschwindigkeit sind normalerweise nicht zu erwarten.
Bei positiven Pilotgeschwindigkeitssprüngen entspricht die Ge-
schwindigkeitszunahme zunächst der berechneten Pilotgeschwin-
digkeit vor dem Sprung. Für die folgenden Streckenpunkte si+k
(k > 1) wird die Geschwindigkeit gemäß Gleichung 5, mit l m/s2
solange erhöht, bis vdi+k die kleinste Verzögerungskurve (Sl)
eines vorausliegenden negativen Pilotgeschwindigkeitssprungs
oder das Pilotgeschwindigkeitsprofil vpi+k (S2) schneidet. An
jedem Streckenpunkt si ist die dynamisierte Pilotgeschwindig-
keit vdi das Minimum aus allen existierenden Beschleunigungs-
und Verzögerungskurven sowie der berechneten Pilotgeschwindig-
keit vpi.
Die mittlere dynamisierte Pilotgeschwindigkeit Vd [km/h] ist
das streckengewichtete arithmetische Mittel der dynamisierten
Pilotgeschwindigkeiten im Längenintervall :
(n gemäß Bed. 1)
Die Varianz pro Kilometer [km/h2] der dynamisierten Pilotge-
schwindigkeit beschreibt für ein Längenintervall die mittlere
quadratische Abweichung der Einzelwerte der dynamisierte
Pilotgeschwindigkeiten von ihrem Mittel. Die Varianz ist ein
Maß für die Abbrems-und Beschleunigungsvorgänge innerhalb
eines Längenintervalls. Analog zu den in der Statistik
üblicherweise definierten Varianz wird die Varianz der
dynamisierten Pilotgeschwindigkeit pro Kilometer C2 wie folgt
berechnet :
(n gemäß Bed. 1)
Die Geschwindigkeitsdifferenz pro Kilometer [l/h] der dynami-
sierten Pilotgeschwindigkeit beschreibt die positiven
Geschwindigkeitsänderungen der dynamisierten
Pilotgeschwindigkeit im Längenintervall und zeigt somit die
durchschnittlichen Beschleunigungsmöglichkeiten auf. Sie wird
bestimmt als Division der Summe der positiven
Geschwindigkeitsänderungen der dynamisierten
Pilotgeschwindigkeit durch die Länge des Längenintervalls.
n
Y Avd'k
Geschwindigkeitsdifferenz-k=ln
Y, Asi
i=l
i=1
(n gemäß Bed. 1)
Tabelle 4 zeigt eine Übersicht der makroskopischen Strecken-
merkmale.
Tab. 4 : Tabellarische Übersicht der makroskopischen Strecken-
merkmale
Makroskopische
Beschreibung
Streckenmerkmale
Summe der absoluten Winkeländerungen pro
Kurvigkeit Längeneinheit in gon/km im Längeninter-
vall
Kurvenanteil Prozentualer Längenanteil der Kurven mit
Radien < 500 m am Längenintervall
Klassifizierung der horizontalen Linien-
Klass. der horizon-
führung mit Hilfe der Kurvigkeit und dem
talen Linienführung
Kurvenanteil
"Tendenz" der Fahrt:Neigung zwischen An-
Mittlere Neigung
fang und Ende eines Streckenabschnitts
Steigung-und Gefäl-Prozentuale Längenanteile von Steigungs-
leabschnitte und Gefälleklassen am Längenintervall
Maximale Steigung und Gefälle innerhalb
Maximale Neigungen
eines Längenintervalls
Prozentanteile der Prozentuale Längenanteile vorgegebener
Geschwindigkeitsbe-Höchstgeschwindigkeiten am Längeninter-
grenzungen vall
Prozentanteile der Prozentuale Längenanteile der Überholver-
Überholverbote bote am Längenintervall
Prozentanteile der Prozentuale Längenanteile der Autobahnen,
Straßentypen Orts-oder Landstraßen am Längenintervall
Prozentuale Längenanteile 1-, 2-, oder 3-
Prozentanteile der
und mehrspuriger Stra#en am Längeninter-
Spurenanzahl
Hall
Ortsgültige makr. Häufigkeit ortsgültiger Parameter pro km
Streckenmerkmale im Längenintervall
Streckengewichtetes arithmetisches Mittel
Mittlere dyn. Pilot-
der dyn. Pilotgeschwindkgkeiten im Län-
geschwindigkeit
geninterv.
Varianz der dyn. Pi-Mittlere quadratische Abweichung der Ein-
lotgeschwindigkeit zelwerte der dyn. Pilotgeschwindigkeiten
pro km pro km im Längenintervall
Geschwindigkeitsdif-Positive Geschwindigkeitsänderungen der
ferenz der dyn. Pi-dyn. Pilotgeschwindigkeiten im Längenin-
lotgeschwindigkeit tervall
Die Tabelle 5 zeigt beispielhaft die Ergebnisse der Berechnung
von makroskopischen Streckenmerkmale für vier unterschiedliche
Strecken.
Strecke i 1 2 3 4
Länge [m] ||415400 |439702 |276104 48106
Kurvigkeit 152, 4 74, 1 47, 7 239, 0
[gon/km]
Kurvenanteil 24, 9 12,5 3,5 30,8
-weit und 79,0 94,0 96,0 56,0
O\O stetig
eng, aber 11,0 4,0 2,0 18, 0
stetig
unstetig und 10,0 2,0 2,0 26, 0
eng
mittl. Neigung 0, 0-0, 01 0, 0 0, 06
[
Steigung 0-2% 30,0 45,3 36,0 28,2
[
Steigung 2-5% 14,9 9,9 15,6 15,7
[%]
Steigung 5-8% 10,4 1,0 1,08 8,5
[
Steigung > 8% 0,3 0,1 0,0 0,7
[
Gefälle 0-2% 22,5 32,5 31,3 21,7
[l
Gefälle 2-5% 15,2 9,7 14,5 18,8
[l
Gefälle 5-8% 8,5 1,4 1,5 6,0
[
Gefälle > 8% [%] 1,2 0,1 0,02 0,4
max. Steigung 12,2 10,2 7,3 18,3
[%]
max. Gefälle [%]-18, 9-10, 1-13,7-16,2
30 0,7 0,0 4,1 6,5
50 20,8 10,8 6,8 68,2
60 2,1 1,8 1,0 3,8
70 10,1 12,7 2,0 8,1
80 5,8 2,7 2,2 0,0
90 0,0 0,01 0,0 0,0
100 48,5 57,29 19,7 13,4
120 0, 0 0, 1 0, 0 0, 0
keine Bgr 12, 0 14, 6 64, 2 0, 0
Überholverbot
[
BAB 25, 1 34,2 85,7 17, 7
e 55, 8 55,9 8,3 11,6
''Ort 19, I 9,9 6,0 70,7
1-Spur 74,2 66,4 9,4 49,4
z 2-Spuren 25,6 18,0 63,7 44,4
3-und mehr 0,2 15,6 26,9 6,2
Spuren
Stopstelle 0,1 0 0, 04 0,2
Vorf.-achten 1 0, 4 0,3 1,5
Ampel 3, 4 2,6 2 27
RvL 0,05 0,03 0, 1 0,6
O o Zebrastr. 0,6 0, 2 0, 1 2
Bahnüberg. 0,1 0, 02 0 0
_ _ mittlere vp 85, 0 96, 0 135, 4 55, 2
[km/h]
Varianz 3,1 2,6 8,8 6,8
[km/h 2]
õ vp-Differenz 32,7 17,7 15,6 26,7
> z [l/h]
mittlere vp 88,2 98,0 141,2 56,2
[km/h]
Varianz 3,2 2,8 9,7 6,6
o [km/h2]
zu vp-Differenz 22,2 13,0 6,0 15,8
[l/h]
Tab. 5 : Makroskopische Streckenmerkmale von Strecken